Teil eines Werkes 
Die Heimkehr oder Was fehlt uns? : eine Erzählung für das Volk / von O. Glaubrecht
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ſprach raſch der Jüngling.Der lebt noch; der ſſt mein Großvater, war der Jungfrau Antwort.Leben ſeine Kinder auch noch? fragte mit tiefer Bläſſe auf dem Angeſicht der junge Fremde weiter.Er hat nur eine Tochter, ſagte ſanft die Jungfrau, indem ſie den Kopf ſenkte,und die iſt meine Mutter; doch ja, ſprach ſie weiter,ich entſinne mich, meine Mutter hatte auch einen Bruder, aber der iſt vor langen, langen Jahren nach Amerika gegangen und nicht wieder gekommen. Und habt ihr nichts von dieſem gehört bis dahin? war des Jünglings ſchnelle Frage.Meine Mutter erzählt zu Zeiten von ihrem Bruder Lorenz, antwortete das Mädchen,daß es ihm wohlgehe; und daß er wie⸗ derholt Vater und Schweſter zu ſich eingeladen; jetzt haben wir lange nichts von ihm gehört. Da ſah der Jüngling dem Mädchen in's Angeſicht, erſt ſtarr und finſter, dann aber freundlich und mit Wehmuth, und ſeine Augen füllten ſich mit Thränen. Doch er zerdrückte ſie ſchnell, und auf ſeinen Begleiter blickend, fragte er: Könnten wir den alten Eichmann ſprechen?Mein Großvater iſt zu ſprechen, war des Mädchens Antwort; aber zu Hauſe trefft ihr ihn heute nicht. Er iſt in Dienſten des Herrn Arnold, der das große Haus da drüben bewohnt, und mit dem iſt er nach der Kirche auf die Burg, die ihr dort oben ſeht, gegangen. Der Herr hält droben ein Feſt, zu dem ich auch geladen bin; wenn's euch nicht bemüht, ſo folget mir; in einer Vier⸗ telſtunde ſind wir droben. Da ſprachen die Fremden in einer Sprache zuſammen, von der Gertrud, denn ſie war das Mädchen, das der Großmutter Grab ſchmückte, kein Wort verſtand, und folgten ihr dann ſchweigend nach. So oft der Aeltere unter den Fremden ſtehen