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möchte, nur um an der Hoffnung mich noch länger zu laben; denn vor der Gewißheit iſt mir bange.“„Sey fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübſal, mein Sohn,“ ſprach ernſt der Alte, und wiſchte ſich den Schweiß von der Stirne;„haſt du ſo lange gelebt, wie ich, dann fürchteſt du nicht ſo viel und hoffſt nicht zu wenig.“ „Aber Gewißheit muß ich bald haben,“ ſagte ſchnell der Jüngling;„ich halte dieſe Pein nicht länger aus. Seht, Vater, zu unſern Füßen liegt der Friedhof von Langen⸗ feld, laßt uns hier hinabgehen, und die Inſchriften auf den Kreuzen da leſen, vielleicht geben uns die ſchnell Red' und Antwort. Auch ſehe ich ein Mädchen da unten, das ſchmückt ein Kreuz mit Frühlingsblumen, das weiß uns vielleicht die erwünſchte Auskunft zu geben.“ Der Alte nickte ſchweigend mit dem Kopfe, und ſo ſchritten ſie ſchnell auf den Friedhof zu. Das Mädchen, das ſie vom Hügel aus bemerkt hatten, war eben mit ſeiner Arbeit fertig und wollte weggehen; doch blieb es ſtehen, als es die fremden Männer auf ſich zukommen ſah, und ſprach zu ihnen:„Ihr habt eich wohl vom Wege ver⸗ irrt, tretet dort durch die Thüre, die führt nach dem Dorf hin.“„Nein,“ ſprach raſch der Jüngling,„wir ſind mit Willen hier eingetreten, und möchten dich fra⸗ gen, ob unter dieſen Gräbern eins iſt, in dem ein Eich⸗ mann ruht?“„Hier mag mancher Eichmann ruhen,“ ſprach das Mädchen ernſt;„die Familie iſt alt im Orte; da unter dem weißen Kreuze liegt auch eine Eichmann, die war meine Großmutter; heute iſt ihr Todestag, da hab' ich ihr Grab geſchmückt.“ Der Jüngling trat ſchnell zu dem Kreuze hin, hob den Blumenkranz, der die Auf⸗ ſchrift bedeckte, empor, und las:„Hier ruht Chriſtine Eichmann, geborne Jeckel.“„Und wo liegt ihr Mann?“


