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25. Irret euch nicht, Gott läßt ſich nicht ſpot⸗ ten. Denn was der Menſch ſäet, das wird er erndten! Galater 6, 7.
„Eines Chriſten Tod
Weiß von keiner Noth!
Ruhig lächeln ſeine Mienen, Himmelswonne ſtrahlt aus ihnen, Schön wie Abendroth
Iſt des Chriſten Tod.“
Der Fromme, der dieß ſchöne Sprüchlein ſang, muß wohl die beſondere Gnade vom Herrn gehabt haben, an recht erbaulichen Sterbebetten ſtehen zu können.
Hab' mir auch ſchon oft dieſen Anblick gewünſcht, da⸗ mit mein Ende werde, wie ſolcher Gerechten Ende. Aber ſo oft ich auch bei Sterbenden geweſen, und ihre letzten Seufzer gehört, und ihre letzten Worte vernommen, da iſt mir immer Pauli Wort in neuer Wahrheit erſchie⸗ nen:„Des Todes Stachel iſt die Sünde!“ Aber das glaub' ich zuverſichtlich, wer in ſeinem letzten Stündlein
noch rufen kann, ſo recht aus vollem, gläubigen Her⸗ zen:„Gott ſey Dank, der uns den Sieg gegeben hat durch unſern Herrn Jeſum Chriſtum!“ der kann auch im letzten Kampf noch freudig rufen:„Tod, wo iſt dein Stachel? Hölle, wo iſt dein Sieg?“— Sonſt ſind die meiſten Sterbebetten nicht ſonderlich erbaulich. Die Chri⸗ ſtum nicht kennen, die helfen ihren Sterbenden gewöhnlich . mit allerlei Täuſchung und Blendwerk über die ernſte Scheideſtunde hinüber, oder feſſeln den ſcheidenden Geiſt durch Jammern und Weinen an dieſe arme, thränen⸗ reiche Erde. Auch gibt's Sterbebetten, da weiß man kaum, wann die heilige Minute des Scheidens kommt;
da geht die Seele ſo geräuſchlos und ſtill aus dem Ker⸗


