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auch nicht genug ſeyn. Nur das verlangt man von dem Gärtner und dem Lehrer, daß ſie die Gottespflan⸗ zen in's rechte Licht ſetzen. Das rechte Licht iſt aber die Sonne der Gnade, die von Chriſto ausgeht, und alles Schwache zur Kraft, und alles Erſtorbene zur Blüthe, und alles Todte zum Leben ruft. Auch in der Schule iſt Eins Noth, das gute Theil, das darf nicht von ihr genommen werden. Haſt du das in deiner Schule, mein lieber chriſtlicher Lehrer? Du ſagſt: ja, wohl dir, du haſt dein Haus auf Felſen gebaut! Du ſagſt: nein, und ſagſt vielleicht mit Spott nein! Wehe dir, es wird dir ſchwer werden, wider den Stachel zu löcken!
Hatte der Pfarrer Rainau einen ſchweren Anfang gehabt in Langenfeld, ſo hatte der Schulmeiſter Hens⸗ ler faſt noch einen ſchwereren. Gegen den Pfarrer ver⸗ ſchworen ſich doch faſt nur die Männer, während die Frauen ihm bald beihielten; aber gegen den Schulmei⸗ ſter waren Männer und Frauen gleichmäßig erboſt. Was er die Kinder lehrte und wie er ſie lehrte, war den Aeltern entweder zum Spott, oder zum Aerger, und an allen Straßenecken, wo ſich die Leute begegne⸗ ten, hieß es immer:„Der Schulmeiſter iſt doch unter Allen noch der größte Narr, den wir bekommen haben!“ Auch meinten nicht Wenige, man müſſe von Obrigkeit wegen einſchreiten, ſonſt mache der Schulmeiſter die ganze Gemeine noch zu Narren; ſchon jetzt hätten die Kinder keinen Blutstropfen im Geſicht vom vielen Sitzen, und es breche einem das Herz, wenn man die armen Würmlein ihre ſchwere Lection lernen höre. Solches Bedauern ging dann den Kindern ſehr zu Herzen, und das Buch ward früher zugemacht, als die Lection im Kopfe war; und ſo gab's denn am andern Tag Vor⸗


