Teil eines Werkes 
Die Heimkehr oder Was fehlt uns? : eine Erzählung für das Volk / von O. Glaubrecht
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wenn es ſeine Geſundheit verlangt, daß er bisweilen ſein Gläschen trinke.“

Doch auch hierzu wurde Rath. Wie manchmal, vom erſten Tage ihres Zuſammenlebens an, hatten der Herr Arnold und der Pfarrer über die Schule mit ein⸗ ander geredet; hatten es wiederholt für ſich und in der Gemeinde ausgeſprochen, da und gerade da müſſe ge⸗ holfen werden; denn es hieße ein Haus auf Sand bauen, wenn man einer Gemeinde aufhelfen wolle und laſſe die Schule in der Wildniß. Da hatten ſie denn die Vorſteher der Gemeinde vielfach bearbeitet, daß von Gemeinde wegen etwas geſchehe, auf daß man den alten Bärenberg in Ruhe ſetzen und einen rüſtigen Schulmeiſter anſtellen könne. Aber die Langenfelder hatten gemeint:„Sie hätten es auch nicht beſſer ge⸗ habt, was ſollten ihre Kinder es beſſer haben! Zudem, ſo hätten ſie genug bei dem Bärenberg gelernt, mehr als genug; denn ſie wüßten Moſes und die Propheten, und wüßten auch, daß der Bauer ohnehin ein geplagtes Geſchöpf ſey; das brauche kein Schulmeiſter ſie zu lehren; wer einen beſſeren haben wolle, der ſolle ihn anſtellen!“

Das hatte ſich der Herr Arnold auch hinter's Ohr geſchrieben, und bereits bei der Landesbehörde Alles in Ordnung gebracht. Als dann am Neujahrsmorgen der alte Bärenberg üblichermaßen in's Herrnhaus kam, Glück zu wünſchen, da ſagte der Herr Arnold zu ihm: „Herr Schulmeiſter, ihr ſeyd ein alter Mann, und ſchon tief in den Sechszig drein, wie wär' es, wenn ihr euch ein wenig Ruhe gönntet und nähmt euch einen Gehülfen in eurem Dienſt an? Ich wüßte euch einen, der euch keine Ueberlaſt thäte; denn er ſoll bei mir

wohnen und eſſen, und der euch auch nichts von eurer