Teil eines Werkes 
Die Heimkehr oder Was fehlt uns? : eine Erzählung für das Volk / von O. Glaubrecht
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uns im kommenden Augenblick auch drohte. Da ging ein Strahl der Hoffnung auf; von beiden Ufern ſtießen mit der größten Schnelligkeit Boote ab, um uns zu helfen; aber der Ohio iſt breit, und wir fuhren auf der Mitte des Fluſſes, und das Feuer leckte ſchon nach unſern Kleidern, und der Boden unter uns drohte jeden Augenblick zu ſtürzen. Die Meinen klammerten ſich an mich; wir waren faſt die Einzigen, die auf dem bren⸗ nenden Schiffe blieben: und als ich ein dumpfes Kra⸗ chen im Rumpf des Schiffes hörte, da gab ich meiner Clara das Jüngſte auf den Arm, nahm das Dritte, und rief den Knaben zu:„Springt hinter mir in's Waſſer und verſucht den Kahn, der dort kommt, zu erreichen!“ Dann mit dem Ruf:„In Gottes Na⸗ men!“ ſtürzten wir Alle zuſammen hinab in den Fluß. Wir waren etwas zu ſpät geſprungen; in dieſem Augen⸗ blicke ſank das Schiff hinter uns und der Strudel, der dadurch entſtand, brachte den Meinen den Tod. Ich weiß nur, daß ich meine Louiſe in dem einen Arm behielt, und mit dem andern zu ſchwimmen verſuchte; dann kam es mir vor, als ſtieß mir etwas heftig wider die Bruſt, und mit dieſem Schmerz verging mir die Beſinnung.— Doch ich ſollte nach des Herrn Rath zum Leben wieder erwachen, um zu fühlen:„Ich muß ſeyn wie einer, der ſeiner Kinder gar beraubt iſt.“ Von einem heftigen Reiben an meinen Fußſohlen er⸗ wachte ich; es war Abend; Ich lag auf einem Lager von dürrem Gras, und neben mir knieten zwei Män⸗ ner, und riefen mir, als ich die Augen öffnete, freund⸗ lich zu:„Willkommen im Leben!“ Trotz meiner Schwäche richtete ich mich ſchnell auf, und mein Blick fiel auf die Leiche meines jüngſten Kindes, das man