Teil eines Werkes 
Die Heimkehr oder Was fehlt uns? : eine Erzählung für das Volk / von O. Glaubrecht
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dazu, und ſeit Jahren wartete mein Verwalter auf Nachricht, daß ich mit meiner Familie dort einziehe. Als dann erſt meine Schwiegermutter, und dann in hohem Alter, von vier ſeiner Enkel beweint, der Leon⸗ hardt geſtorben war; da verkaufte ich Haus und Fabrik in Washington, und mit einem Jubel ſondergleichen ſchickten ſich die Kinder an zur Reiſe. Wir fuhren den Ohio hinab mit großer Schnelligkeit, und auf dem Ver⸗ deck mit den Meinen ſtehend, zeigte ich ihnen in der Entfernung die blauen Berge, an deren Fuß unſere neue Heimath lag. Eben hatte ich der kleinen Louiſe, meiner Jüngſtgebornen, von den Thieren des Feldes erzählt, die ſie dort ſehen würde; da erſcholl aus dem Schiff herauf der fürchterliche Ruf:„Feuer!“ Wenn es ſo ruft in Stadt und Dorf, dann weiß man, daß nicht zu ſcherzen iſt; wenn es aber ſo ruft auf dem Schiffe, dann weiß man, daß wenig Rettung möglich iſt; denn zwei Feinde, einer ſchlimmer als der andere, drohen Tod und Verderben. Die Schiffsmannſchaft that, was ſie konnte; es wurde mit größter Aufopfe⸗ rung gearbeitet; aber das Schiff war mit Wolle und

Theer befrachtet, und der ganze Raum war ſchon eine

Höllengluth, noch ehe man es merkte. Als der Capi⸗ tain ſah, daß keine Rettung mehr möglich ſey, lenkte er ſchnell das Schiff dem Ufer zu; aber auch dazu war's zu ſpät. Die Maſchine, die nicht mehr bedient wurde, ſtand plötzlich ſtill, und ſo ſtanden wir denn händeringend und weinend auf dem Verdeck. Das große Boot wurde ausgeſetzt, aber bei der fürchterlichen Eile, mit der die Menſchen hineinſtürzten, wurde es überladen; es ſchlug um, und wir ſahen, wie die Un⸗ glücklichen vor unſern Augen einen Tod fanden, der