Teil eines Werkes 
Die Heimkehr oder Was fehlt uns? : eine Erzählung für das Volk / von O. Glaubrecht
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andern Weiber drein, und es war des Jakob's Stüb⸗ chen wie ein Wallfahrtsort am erſten und am zweiten und auch am dritten Tage. Jeder wollte ſehen, und Jede wollte hören, was es dort Neues gab. Und wie das Sprüchwort ſagt:Gelegenheit macht Diebe, ſo ward manche Langenfelderin eine Diebin an ihrem eig⸗ nen Hauſe; denn bei dem Bänderjakob kaufen, gehörte zur Mode in Langenfeld. Wer ſich dabei gut ſtand, das war der Jakob. Kaum war der zwei Jahre bei der alten Bergern zur Miethe, da hatte er ihr ſchon das Häuschen abgekauft, und als die fetten Jahre in Lan⸗ genfeld begannen, da ward auch der Beutel des Jakob immer fetter, und als Alles in Langenfeld baute, da baute auch der Jakob. Ein ſtattliches Haus baute er an die Stelle des alten, und von da an hieß er in Lan⸗ genfeld derHerr Jakob. Aber der Herr Jakob ſollte noch viel angeſehener in Langenfeld werden. Eines ſchö⸗ nen Tages ging's wie ein Lauffeuer durch's Ort:Der Jakob freiet um des Schultheißen Chriſtine!Wer's glaubt, der iſt dumm! rief die Schlagmüllerin.Dem gäb' ich kein Mädchen! ſchrie über die Straße hinüber des Heckenjakobs Frau der Teichmeiſterin zu.Ich auch nicht! gab die zur Antwort.Wer möchte einen Eidam, der keinen Taufſchein hat!Und ein Betrüger iſt er obendrein, entgegnete des Heckenjakobs Anndorth. Und die beiden Nachbarinnen konnten den Schultheiß nicht begreifen. Der Schultheiß aber, dem man auch dies und das von dem Taufſcheine zugetragen hatte, der ſprach:Taufſchein hin, Taufſchein her! Der Jakob hat allerlei Scheine in ſeinem Hauſe, die mehr werth ſind: Schuldſcheine auf dieſer Schreier Häuſer und Kaſ⸗ ſenſcheine auf unſeres Herrn Namen an denen tröſt' 3*