Teil eines Werkes 
Die Heimkehr oder Was fehlt uns? : eine Erzählung für das Volk / von O. Glaubrecht
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feld. Und wenn er Abends ſich ein Plätzchen erbeten hatte zur Nachtruhe, etwa auf des Golſers Heubühne, oder in des Schlagmüllers Scheuer; dann ſchloß er ſein Käſtchen zu, das einen Deckel hatte, ſtellte das in eine Ecke, und ſuchte den Schulmeiſter auf. War der zu Hauſe, was ſich nicht immer traf, ſo bat er ihn um eine Schiefertafel, oder um ein Blättchen Papier, und ſchrieb und rechnete nach Herzensluſt, bis der Wächter die zehnte Stunde abrief. Dann dankte er dem Schul⸗ meiſter für Mühe und Lehre und kroch in ſein Lager. Der Schulmeiſter hatte darob ein groß Vergnügen an dem Bänderjakob, und ſtellte ihn oft ſeinen faulen Schü⸗ lern als Muſter vor; denn der Jakob lernte an Einem Abend mehr, denn die Dorfknaben in vier Wochen. Das machte, der Jakob wollte und die Dorfknaben wollten nicht, und durch den Stock, das weiß man, iſt noch Keiner ein Gelehrter geworden.

Nach und nach ward der Kaſten des Bänderjakob etwas größer, und was darinnen lag, das ward auch größer. Man ſah nun Spiegel drinnen und Pfeifen⸗ köpfe, mit und ohne Bilder, und Meſſer für einen Groſchen und drüber, und die Bänder, die er an ſei⸗ nem Stock zum Kauf austrug, waren auch feiner und koſtbarer. Da gewöhnten ſich denn die Männer an ihn und die Weiber, und blieb er einmal mehrere Tage aus, was wohl vorkam, wenn er einkaufte; ſo hieß es in Langenfeld:Wo bleibt der Bänderjakob? Ich brauche eine Pfeife, und ich einen Ulmer, und ich ein ſchwarzes Band, denn künftigen Sonntag iſt das hei⸗ lige Nachtmahl.

Die das ſchwarze Band kaufen wollte, das war des Schultheißen Hausfrau, die Margreth. Die ſagte

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