ward es wirklich in der Welt anders, aber in Langen⸗ feld noch nicht. Der Friede kam, der heiß erſehnte Friede; der Bonaparte ward endlich aus dem Land ge⸗ trieben und feſtgeſetzt,
„Und jedes Heer, mit Sing und Sang,
Mit Paukenſchlag, mit Kling und Klang,
Geſchmückt mit grünen Reiſern, Zog heim zu ſeinen Häuſern.“
Auch die Langenfelder Söhne, die den Krieg mit⸗ gemacht, kamen heim und wußten viel zu erzählen, und bei'm Fragen und Hören ſchmeckte das Märzbier noch beſſer. Und als nun die Freudenfeuer auf allen Höhen im lieben Deutſchland brannten, als in allen Kirchen dem König der Heerſchaaren aus tauſend und aber tauſend dankerfüllten Herzen ein tiefgefühltes: „Nun danket Alle Gott!“ angeſtimmt wurde; da hat⸗ ten auch die Langenfelder ein großes Feuer auf dem alten Schloſſe angemacht; das Käsperchen hatte ein Faß gutes Märzbier hinaufgeſchafft, und um das Feuer ſitzend, ſangen ſie wieder:„Es kann ja nicht immer ſo bleiben.“ Aber Einer war unter ihnen, dem wollte heute Abend das Bier nicht ſonderlich ſchmecken; der ging um das Feuer her mit gar trübſeliger Miene, und wenn die Andern ſangen, ſo dachte er bei ſich ſelbſt:„Singt ihr nur, ich weiß doch, was ich weiß.“ Darüber gab's viel Spottens, und die Jungen meinten, wer heut nicht mitlache und mitſinge, der ſey gewiß ein Franzoſenfreund und kein deutſcher Mann, und wenn der dicke Förſter nicht bald ein ander Geſicht mache, ſo müſſe man ihn mit Gewalt deutſch machen. Die Alten aber meinten, den dicken Förſter dauere das gute Holz, das verbrannt würde, und ſagten ſpottend:
X


