Teil eines Werkes 
Die Heimkehr oder Was fehlt uns? : eine Erzählung für das Volk / von O. Glaubrecht
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können und vom Wechſelnlaſſenwollen. Als aber der Fremde ihm bedeutete, daß der Ueberſchuß ſein Eigen⸗ thum bleiben ſolle, da ward das Geſicht des Ortsdie⸗ ners wie ein Maimorgen. Aber das Geſicht des Frem⸗ den war wie ein Novemberabend, und er ſah vor ſich nieder, als wenn ein ſchwerer Kummer auf ſeinem Her⸗ zen laſte.

Da hub der Schulmeiſter an und ſprach:Herr Jakob, nichts Neues von Bedeutung?Ja wohl Neues, viel Neues, aber nichts Gutes, ſprach der, eben geht Alles darauf hinaus, Langenfeld zu Grund zu richten! Mit dem Gutskauf iſt's nichts! rief er mit ſtärkerer Stimme. Da fielen plötzlich die Karten aus den Händen der Spielenden, und ſtarr und fragend ſahen ſie den Sprecher an.Wie, hub endlich Einer mit einem tiefen Seufzer an,wie mit dem Gutskauf iſt's nichts? War denn etwa das Gebot den Hunger⸗ leidern zu gering?Wie ich euch ſagte, ihr Nach⸗ barn, mit dem Gutskauf iſt's nichts, ſprach Herr Jakob mit erhobener Stimme weiter.Ihr könnt euch denken, daß wir dem tauben Advokaten tüchtig zuſetzten, und einmal über das anderemal ein Mehrgebot thaten. Aber ſo taub Herr Habemann iſt, ſo verſchmitzt iſt er auch. Kurz, er zieht nicht, zieht nicht! Es iſt aus mit dem Gutskauf, ſag' ich noch einmal!Und wer hat's denn, ſchrie der Wirth,Per hat's denn, frag' ich? Iſt's nicht unſer Gut, unſer Langenfelder Gut, und haben wir's nicht gebaut und unſere Väter auch, bis der Oberſt, hol' ihn der und der! den Lumpen⸗ Krämer als Pachter herſetzte. Wem gehört das Gut, frag' ich, als uns Langenfeldern, und ich will den ſehen, der es pachtet, oder kauft, oder erſchachert! An dem