Teil eines Werkes 
Die Heimkehr oder Was fehlt uns? : eine Erzählung für das Volk / von O. Glaubrecht
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Großvaterſtuhl ziehend, ſchob er den Kleinen hinein und ſprach:Seyd willkommen, Herr Jakob!Guten Abend, Herr Jakob! riefen die Bauern, mit einem Blick vom Kartenſpiel weg.Ich ſtöre doch nicht, ihr Nachbarn? hub Herr Jakob freundlich und mit leiſer Stimme an;Spielverderber möchte ich nicht ſeyn. O, das iſt der Herr Jakob nie, rief da Einer und ein Zweiter und ein Dritter, und die Uebrigen mur⸗ melten auch ſo etwas, und nahm ein Jeder einen Schluck aus ſeinem Glaſe.

Und wieder ging die Thüre auf, und es kamen immer Mehrere, und wieder ging ſie auf, und es trat zugleich mit dem Ortsdiener der Schulmeiſter herein; denn alſo wurde er von den Gäſten begrüßt. Sonſt hätte ihn ſchwerlich Jemand für den Schulmeiſter er⸗ kannt; denn ſein Aeußeres ſah nicht darnach aus. Der ſchob ſich neben den Herrn Jakob und ſetzte ſich zu den Spielern auf die Bank. Der Ortsdiener poſtirte ſich mit dem Rücken nach dem Ofen hin und ſuchte ſich dem Fremden gefällig zu machen. Zuerſt räuſperte er ſich, dann nieſte er dreimal und wünſchte ſich ſelbſt Geſund⸗ heit, dann ſprach er vom Wetter und von den guten Straßen um Langenfeld her; dann berichtete er, daß der Poſtknecht bereits ſchlafe, und vor dem Schlafen⸗ gehen dies und das den Langenfelder Buben gewünſcht habe, und daß das Fenſter gemacht ſey und fünf Gro⸗ ſchen koſte, und daß der Herr jetzt gewiß ſicher aus⸗ und einfahren könne, denn er habe die Jungen Mores gelehrt, und dort ſitze der Herr Schulmeiſter, der ſolle ſie morgen noch einmal ſtriegeln. Da gab der Fremde dem Ortsdiener ein Stück Geld, das dem ſehr zu ge⸗ fallen ſchien, denn er ſprach vom Nichtherausgeben⸗