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vergreif' ich mich!“—„Nun, nehmt Rath an, thut gemach, Herr Stophel,“ ſprach in begütigendem Ton der Herr Jakob,„das Poltern thut's nicht, damit kom⸗ men wir nicht vom Fleck. Eile mit Weile, iſt ein ſchön Sprichwort.“„Iſt denn gar nichts mehr zu machen?“ frug ein Bauer, nachdem er zuvor einen tüchtigen Schluck gethan.„Mit dem Langenfelder Gut nichts,“ war Herrn Jakobs Antwort,„der ſchlaue Fuchs von einem Advokaten ſchwieg zwar auf unſere Frage nach dem Käufer, und that, als hätte er uns nicht verſtanden; aber ſein Schreiber, mit dem ich mich gut ſtehe, ſteckte mir im Hinausgehen ein Papierchen in die Hand, dar⸗ auf ſtand geſchrieben:„Das Langenfelder Gut hat ein Fremder gekauft!“—„Doch ich kam der Sache noch beſſer auf die Spur, hört!“„Erſt noch ein Friſches, Stophel!“ riefen da Mehrere, das hält ſonſt Niemand aus!“
„Alſo hört,“ fuhr mit größerer Wichtigkeit der Herr Jakob fort.„Wie ich aus dem Haſengäßchen komme, wo der taube Advokat wohnt, und um die Ecke über den Markt weg will, da ruft's hinter mir drein: „Herr Jakob!“ Ich dreh' mich um, da ſteht der dicke Rieſenwirth unter ſeiner Halle und ruft mir zu:„Herr Jakob, wohin ſo eilig, Herr Jakob? auf ein Wort!“ „Ihr Diener, Herr Birnbaum,“ ſagt' ich,„womit kann ich dienen?“„Ei,“ ſagt Herr Birnbaum, und ſchien juſt bei guter Laune zu ſeyn,„Ihr Langenfelder lauft hinter euerm Gut drein, wie der Fuchs hinter dem Hund! Spart Athem und Beine, Männchen, ſag' ich euch; der Gaul iſt geſtohlen; könnt hete und den Stall
„Wie ſo, Herr Birnbaum? frag' ich.„Ich bin


