Teil eines Werkes 
Die Heimkehr oder Was fehlt uns? : eine Erzählung für das Volk / von O. Glaubrecht
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löſung; der weiß auch, was unſerer und aller Zeit fehlt. Wenn du es wüßteſt, ſo würdeſt du auch bedenken zu dieſer deiner Zeit, was zu deinem Frieden dienet, das iſt allezeit ſeine Antwort auf die Frage:Was fehlt uns? Und er kann dieſe Antwort geben, denn er iſt geſtern, heute und in Ewigkeit derſelbe; er iſt der Weg, die Wahr⸗ heit und das Leben, und Niemand kommt zum Vater, denn durch ihn. Darum in ſeine Schule muß hinein, wer Antwort will auf alle Herzens⸗ und Zeit⸗ und Lebensfragen. Und wer Antwort ſonſtwo ſucht, dem gibt die Schrift, die von ihm zeuget, zu bedenken:Es iſt in keinem Andern Heil, denn in Chriſto.

Iſt das die ganze Antwort auf unſere bange Frage? ruft da Einer und noch Einer und auch ein Dritter.Das wiſſen wir längſt; weiß Niemand eine andere Antwort? Ich weiß keine, mein lieber chriſt⸗ licher Leſer; käme ſie aus mir ſelber, vielleicht klänge ſie anders. Andere rathen anders; ſie lehren Gold machen, und den Acker bauen, daß er hundertfältig trage, und beſſern eine Gemeinde mit menſchlicher Kunſt und Schmeichelei; auch heilen ſie Säufer mit Waſſer und Ermahnung. Das Buch, daraus meine Weisheit fließt,

ſagt dagegen:Es ſey denn, daß Jemand von Neuem

geboren werde, kann er das Reich Gottes nicht ſehen; und weiter ſagt es:Trachtet am erſten nach dem Reiche Gottes und nach ſeiner Gerechtigkeit, ſo wird euch ſolches Alles zufallen.

Und an dieſer Quelle des Segens wollen wir uns gemeinſam niederlaſſen, mein lieber Leſer, und wie die Kranken am Teich Bethesda warten, bis Einer nach dem Andern von unſern Langenfeldern hineingetragen wird. Völlig geheilt kommt Keiner heraus, denn die Schwachheit iſt zu groß; doch ſo weit kann es Jeder bringen, daß er mit Paulus bekennt:Ich lebe, aber doch nun nicht ich, ſondern Chriſtus lebet in mir!

L.

D. G.