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Guy wollte reden. 5 Schweig' jetzt, gebot ſie, denn unſerer droht Ge⸗ fahr!—
Still ſchritten ſie nun durch entlegene Gaſſen.
Plötzlich ſtand Adelma.
Führe Du mich nun, ſagte ſie, denn ich weiß nicht wo er iſt.
Guy leitete ſie nun, und bald hatten ſie den Ver⸗ ſteck erreicht.
Guy hatte den Leichnam des Admirals in ſeinen Man⸗ tel geſchlagen. Die Zigeuner ließen ihn auf dem Vor⸗ platze des Häuschens, und blieben dabei ſtehen.
Guy trat in das ſchwacherhellte Gemach.
Alle die Sorgen des Vaterherzens löſten ſich bei ſei⸗ nem Anblick in Wonne auf, doch den Vorwurf konnte es nicht bergen:
Wo warſt Du? Und warum thatſt Du uns das?
O, tadelt mich nicht, mein Vater, ſprach erſchüttert der Jüngling. Ich konnte nicht ruhen, ſo lange ich den Leib des edelſten Mannes am Schandpfahl wußte, und will nicht eher an meine Rettung denken, bis er in der Gruft ſeiner Väter ruht.
Du warſt auf Montfaucon? rief Viole, und drückte ihn mit Hochgefühl an ſein Herz. Gott lohne Dir die That!
du Pleſſis umarmte ihn. O, Du haſt längſt Soh⸗ nes Rechte in meinem Herzen gehabt, Guy, rief er be⸗ geiſtert aus— jetzt biſt Du auch mein Sohn!
Nehmt mir ihn nicht ganz, ſprach jetzt eine in Rüh⸗ rung gebrochene Stimme, die von der Thüre herkam, wohin der Schatten der Ampel fiel.
Seltſam ergriff der Ton den alten Vivle.
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