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Den Leichnam des Admirals! ſagte ſie. Er iſt in meiner Gewalt, ſprach Guy, und meine Pflicht iſt es, ihm ein Grab bei ſeinen Vätern zu Cha⸗ tillon zu bereiten.
Gott ſegne Dich für den Entſchluß, mein Sohn! rief ſie freudig aus.
Haſt Du es aber auch ſchon bedacht, fuhr ſie fort, wie Du ihn dorthin bringen willſt?
Das nicht, verſetzte Guy. Doch läßt mich Gott mein Werk ſo weit bringen, ſo läßt er mich es auch vollen⸗ den— und Du, Adelma, könnteſt mir behülflich ſeyn!
Es ſey, ſprach ſie, und pfiff ſchneidend in die Nacht hinein.
Der FPfiff ſchnitt fürchterlich durch Guy's Gehör. Unwillkührlich hielt er ſeine Ohren zu.
Adelma lächelte. Sie ſtand da wie eine Norne— furchtbar anzuſchauen— allein über ihre häßlichen Züge glitt ein Lächeln, das aus dem Bewußtſeyn, etwas Gu⸗ tes zu thun, erzeugt war.
Aus der Nacht hervor traten zwei athletiſche Geſtalten.
Wlasko! rief Adelma, kommt hierher. Nehmt den Leichnam und folgt uns in der Entfernung von zwanzig Schritten. Gebt wohl auf das Acht, was Ihr hören werdet!
Dann faßte ſie Guy's Hand. Komm, mein Sohn, ſprach ſie ſanft, komm nun in Gottes Namen. Ich ahne, wohin Du mich führſt; die Todten ſind auferſtan⸗ den. Guy— haſt Du ſchon am Vaterherzen Kindes⸗ glück gefühlt?— Er war Dein Retter, ich ahne es, und Adelma will Euch alle retten aus dieſer Mörder⸗ grube!
Sie ſchritt raſch vorwärts.


