251
Ein kalter Schauder ergriff Acevedo bei dem Anblick dieſes Menſchen, und eine bange Ahndung durchzuckte ihn. — Statt ſich zur Königin zu begeben, eilte er aus dem Louvre nach dem Hotel Saint⸗Pierre, in der Straße Betiſy, unfern des Louvre, wo Coligny wohnte. Er ver⸗ langte ſtürmiſch den Admiral zu ſprechen. Doch dies war jetzt nicht möglich, da er bei dem Könige war.—
Guy aber traf ihn.
Oberſt Viole, rief der Vater dem Sohne zu, be⸗ ſchwört den Admiral, Paris zu verlaſſen, es droht ſei⸗ nem Leben Gefahr. Auch Ihr ſeyd nicht ſicher. Ver⸗ laßt um Gotteswillen Paris, und eilt auf Eure Güter nach Saint⸗Flour!
Guy erſchrack. Er zog den Aſtrologen auf die Seite. Er forſchte nach Allem, und Acevedo theilte ihm das mit, was er wußte, und verließ ihn dann ſchnell, um vielleicht dem beabſichtigten Bubenſtück näher auf die Spur zu kommen.
Coligny kehrte ſpät heim.
Guy theilte ihm ſogleich das mit, was er gehort, und beſchwor ihn, Paris zu verlaſſen.
Ihr vergeßt, Oberſt, antwortete Coligny ruhig, daß mich die Pflicht gegen König und Vaterland feſſelt. Ihr vergeßt, daß wir alle in Gottes Hand ſtehen und ſein Schutz uns bewahrt. Von Euch hätte ich ſolche Aengſt⸗ lichkeit nicht erwartet!— Und ruhig legte er ſich zu Bette.„ Am andern Tage, Freitags den 22. Anguſt, begab er ſich frühe nach dem Ballhauſe, wie er es dem Könige zugeſagt. Guy begleitete ihn dahin, und Mouvans und Teligni. Gegen 11 Uhr kehrten ſie nach der Wohnung Coligny's zurück. Der Admiral gieng einige Schritte
₰
₰


