Teil eines Werkes 
3. Band (1834)
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Chatillon, der als Dpfer des Fanatismus gefallen war. Alles wurde verſucht, den Admiral ſo in die Netze des Hofes zu verſtricken, daß er nicht mehr entrinnen konnte, da er ohnedem mit unbegreiflicher Verblendung ſich hin⸗ gab, und alle Warnungen verachtete.

Mitten unter den freudigen Vorbereitungen zu der Vermählung des Prinzen Heinrich ſtarb Johanna von

Navarra, das große, edle Weib, und dieſer Verluſt war

groß für die Proteſtanten; allein dieſer Todesfall änderte nichts in dieſer Angelegenheit.

Heinrich von Navarra, in deſſen Nähe Guy de St. Flour war, eilte nach Paris. Sein Einzug war glän⸗ zend, und jetzt jubelte Paris auch dem Ketzer entgegen. Margarethe von Valvis empfand für den ſchönen Hein⸗ rich wirklich Zuneigung; ſie ſah ihm mit Sehnſucht ent⸗ gegen. Da erblickte ſie in ſeiner Nähe den Mann wie⸗ der, für den ſie einſt geglüht, Guy de Saint⸗Flour, und ein freudiges Gefühl durchbebte ſie. Dieſe Neigung war in ihrem leichtſinnigen Herzen jetzt wieder erwacht, und überwog ſelbſt die Neigung zu ihrem jungen Gatten. Sichtbar bewieß ſie ihre Zuneigung zu Guy de Viole. Alle beſſern Gefühle in Guy's Herzen widerſtrebten, und er fühlte eine tiefe Verachtung gegen Margarethen, die die Abſicht zu haben ſchien, mit ihm in eins jener verworfenen Verhältniſſe zu treten, wie ſie damals am Hofe Sitte waren. Er zog ſich von allen Feſtlichkeiten zurück, und lebte faſt ein Einſiedlerleben unter den Freu⸗ den des Hofes.

Arevedo beobachtete den geliebten Sohn. Margare⸗ thens unreine Liebe zu ihm war ihm kein Geheimniß, deſto mehr freute ihn Guy's Zurückgezogenheit. Er achtete ſelbſt Heinrichs von Navarra Vorwürfe nicht,