Teil eines Werkes 
3. Band (1834)
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geizigen Anjou's Plan, Englands Eliſabeth die Seine zu nennen, mißlang zu ſeinem Grimme, und nur ein Staats⸗ bündniß war in dem Körbchen, das er erhielt magrer Erſatz für Vernichtung ſeiner ehrgeizigen Abſichten. Die Vermählung Heinrichs von Bearn mit Margarethen von Valvis, mit welcher ihre Herzen vollkommen überein⸗ ſtimmten, kam allmählig ihrer Erfüllung nahe zur Freude der Hugenotten, die ſich jetzt im Beſitze des Gutes, wofür ſo viel Blut gefloſſen, glücklich fühlten.

Die frohe Ausſicht der Vereinigung der beiden Par⸗ theien in Heinrich und Margarethen, und die ihm heim⸗ lich vertraute Abſicht des Königs, an Spanien den Krieg zu erklären, und dadurch den Niederländern nützlich zu werden, und ihm den Oberbefehl zu übertragen; dies und ſein eigenes, ſo herrlich aufbluhendes häusliches Glück, nahm des Admirals Herz ganz ein. So vft er auch ſchon von dem Hofe, der keine Treue kannte, hin⸗ tergangen worden war; jetzt traute er zuverſichtlich und lächelte oft, ja zürnte ſogar, wenn man Bedenklichkeiten äußerte und Zweifel an der Aufrichtigkeit des Hofes.

Er wurde jetzt von Carl dem Neunten eingeladen, an den Hof zu kommen, um die Angelegenheiten wegen

des Krieges mit Spanien eifrig zu betreiben. Freudig eilte Coligny nach Paris. Sein Empfang von Seiten des Königs war ſehr herzlich. Jedermann bemühte ſich, ihm ſeine Achtung zu beweiſen. Der König verſicherte ihm: dieſer Tag ſey der glücklichſte ſeines Lebens. Co⸗e ligny wurde in alle ſeine Aemter und Würden wieder eingeſetzt; ja Carl gab ihm eine Stelle im Staatsrath und ein Geſchenk von 100,000 Livres, und überließ ihm ein ganzes Jahr lang die Einkünfte der Pfründen ſeines in London verſtorbenen Bruders, des Kardinals von

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