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milian dem Zweiten ein, die mit der Vermählung zwi⸗ ſchen Carl und des Kaiſers Tochter Eliſabeth endeten. Froher Jubel erfüllte Paris. Ueberall gab man ſich den ſchönſten Hoffnungen hin, und nur die Erfahrneren trau⸗ ten der Windſtille nicht, die ſo vft ſchon wüthende Stürme geboren hatte.
Selbſt der Admiral, ſchon ſeit längerer Zeit Witt⸗ wer, hegte noch einmal die ſüßen Gefühle jugendlicher, weit über ſeinem Alter hinausliegender Empfindungen. Jacobine von Entremont, eine ſehr reiche Dame Sa⸗ voyens, innigſt zugethan dem reinen Evangelium, war von hoher Achtung und Verehrung gegen den Admiral Coligny, den größten Mann und edelſten Helden ſeines Zeitalters, den muthigen Vertheidiger der heiligſten Rechte der Menſchheit, erfültt. Ihr Herz, ſchwärmeriſch alles ergreifend, was Intereſſe für ſie hatte, wurde von der innigſten Liebe zu ihm— erfüllt, der doch um ſo vieles älter war, als ſie. Sie bot dem Admiral ihr Herz und ihre Hand. Das Seltſame dieſer Handlung, die erha⸗ bene Geſinnung, welche ſie ausſprach, gewannen des Ad⸗ mirals Herz. Er veranſtaltete eine Zuſammenkunft, und hier knüpfte ſich das Band unauflößlich.
Der Herzog von Savoyen ſuchte dieſe Verbindung zu hintertreiben. Er zog Jacobinens Güter ein.— Den⸗ noch blieb ſie treu und verließ heimlich ihr Vaterland, verließ ihre Reichthümer und wurde in Rochelle des Hel⸗ den Gattin. Alle unheilbringenden Ereigniſſe ſchienen ſich in die glücklichſten aufzulößen— alle Segnungen des Friedens blühten. Coligny ſegnete den Liebebund ſeiner Tochter Louiſe mit dem edeln Teligni, obwohl er nur ein armer Edelmann war.— Heinrich von Condé vermählte ſich mit Marien von Cleve.— Nur des ehr⸗


