Teil eines Werkes 
3. Band (1834)
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lich war es bei Gabrielen. Sie ſah in Guy den erſten Jüngling ihres Alters, ſah in ihm den vollendeten, ſchö⸗ nen Jüngling und auch ihr Herz liebte. Allein fremd und unbekannt war beiden dies Gefühl, um darum er⸗ griff es die unbewachten Herzen um ſo gewaltiger.

Nur mit innerm Widerſtreben erhob ſich endlich, als ſchon die Sonne zu ſinken begann, Guy, um an die Rückkehr zu denken. Recht aufrichtig und herzlich bat ihn dArbeque, zu bleiben. Sein Herz wollte ſo gerne; aber ſollt' er die treuen Freunde beängſtigen durch ſein Auſſenbleiben? Dieſer Grund beſtimmte ſchnell ſeinen Eutſchluß. Mit dem Verſprechen, bald wieder zu kom⸗ men, und mit Gabrielens Bild in der Seele, riß ſich endlich der Jüngling gewaltſam aus den ihn zauberiſch umſchlingenden Feſſeln und eilte flüchtig, wie die Genſe, den Felſenweg hinab, und in den letzten Strahlen der Sonne ſah Gabriele ihn am Saume des Waldes ver⸗ ſchwinden.

L.

In einem Zuſtande, der dem Traume am nächſten verwandt, trat der Jüngling in die Waldesnacht, und in demſelben Zuſtande ſchritt er, ohne zu bemerken, wohin er gieng, fürbaß. Eine tiefe Finſterniß umgab ihn. Hin und wieder fiel mattes Sternenlicht auf ihn herab, wo der Bäume Laubdach es zuließ; allein es war zu ſchwach, ihn erkennen zu laſſen, wo er gieng und ſich befand. Enger ſchloß ſich der große Hund an ſeinen Herrn an, und gieng vorſichtig nur wenige Schritte vor ihm her. Plötzlich ſtand er und knurrte, und zu gleicher Zeit be⸗ merkte Guy in der Entfernung ein großes Licht, um welches eine raſche Bewegung ſtatt zu finden ſchien,