Teil eines Werkes 
3. Band (1834)
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ohne daß er jedoch zu unterſcheiden vermocht hätte, was es ſey, da die Entfernung noch zu bedeutend war. Er gebot dem wohlabgerichteten Hunde Schweigen und ſchritt vorſichtig dem Lichte zu. Als er näher kam, ſtellte ſich ihm ein Schauſpiel der allerſeltſamſten Art dar. Ein großer, freier Raum lag vor ihm, in deſſen Mitte ein großes Feuer flammte. Rings um den Platz lagen auf Matten, oder ſaßen vielmehr mit unterſchlagenen Beinen eine bedeutende Anzahl ſchwarzbrauner, wildausſehender, phantaſtiſch gekleideter Männer und Frauen reiferen Al⸗ ters und Kinder. Um das Feuer tanzten eine gleich⸗ falls nicht kleine Anzahl jüngerer Männer und Mädchen in wilden, mitunter äuſſerſt üppigen Stellungen und Geberden. Sie hatten das Anſehen von Bachanten ihr Haar flog los im Winde, und ihre durch das Feuer gerötheten Geſichter ſahen wild und leidenſchaftlich aus. Dreie ſtanden da und regelten den Tanz durch eine eben ſo einfache als disharmoniſche Muſik; der eine bearbei⸗ tete den Dudelſack, indeß der andere ein Schellentam⸗ bourin ſchlug, und der dritte auf einer gellenden Pickel⸗ flöte eine wilde Weiſe bließ. Alle Tänzer ſangen bisweilen ernſt und gemeſſen, dann wilder und lauter und in ſchnellerem Zeitmaaße, und jedesmal richtete ſich der Taaz nach ihrem Geſange.

Das iſt die Zigeunerhorde! dachte Guy, und hielt dem Hunde, der Laut geben wollte, den Mund zu. Einige Hunde aber, die bei der Horde waren, witterten alſobald den fremden Genoſſen und ſchlugen an, und in demſelben Augenblick riß ſich Guy's Hund los und fiel jene mit großer Gewalt an.

Die Tänzer ſtoben auseinander und die ganze Bande erhob ſich wie mit einem Zauberſchlage, und ehe noch

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