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Jagdmeſſer. Der Mann war längſt über die Mittag⸗ höhe des Lebens hinaus— ſchon an der Schwelle des Alters. Seine Züge hatten etwas Ernſtes, Finſteres, das beim erſten Anblick abſtieß, doch ein wohlwollender Zug ſchwebte um den Mund und der Blick des Auges war feſt, klar und ruhig.
Was ſucht Ihr hier? fragte der Fremde ſtreng. Ge⸗ hört Ihr etwa zu der—— hier herumſtreifenden Zi⸗ geunerbande?—
Die erſte Ueberraſchung bei Guy wich ſchnell. Des Mannes herriſches Weſen beleidigte ſein Freiheitgefühl, und ein Stolz regte ſich in ihm, von dem er nie eine Ahnung gehabt. Er machte des Fremden Hand beſchei⸗ den, aber kräftig los, trat einen Schritt zuruͤck und maß ihn mit feſtem Blicke.
Ihr habt eine Art zu fragen, ſagte er dann ſcharf, als ob Ihr Prokurator des Parlaments von Paris ge⸗ weſen, dem man bekanntlich eine ganz eigene Redeweiſe zuſchreibt— indeſſen diene Euch zur Nachricht, daß ich Waſſer ſuche, meinen Durſt zu löſchen, und mit Zigeu⸗ nern nichts gemein habe. Nun lebt wohl.
Er wandte ſich, nach der Quelle zu gehen; allein der Fremde vertrat ihm den Weg und betrachtete ihn mit argwöhniſchen Blicken, indem er ſagte: Wenn Euch, junger Menſch, meine Art zu fragen auffiel, ſo wiſſet, daß Ihr hier auf meinem Grund und Boden ſteht, und ich ein Recht habe zu fragen, wer Ihr ſeyd.—
Das Recht will ich Euch nicht beſtreiten, ſagte Guy, und darum durſtig Euren Grund und Boden verlaſſen.
Der Trotz, der in dieſen Worten lag, mißfiel dem Fremden nicht. Er ergriff Guy's Hand. Rein, ſagte er, wer Ihr auch immerhin ſeyn mögt, das ſollt Ihr
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