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Regierung war ein Edikt, das den Proteſtanten die got⸗ tesdienſtlichen Verſammlungen unterſagte. Des edeln Kanzlers[Hopital milde Rathſchläge wurden nicht ge⸗ hört, und mit Strenge das Edikt durchgeſetzt. Erſt dann hörte man ihn, als in Languedve ernſtliche Unru⸗ hen ausbrachen. Der Hof ſah wohl ein, wozu es füh⸗ ren könnte, wenn er mit Fanatismus jene Abſichten ver⸗ folgee, und[Hopitals Vorſchläge zu einem Religions⸗ geſpräche, zur Ausgleichung der Mißverhältniſſe in kirch⸗ lichen Dingen, fanden Gehör. Viele waren dagegen, fürchtend die ſiegende Gewalt des Proteſtantismus; allein der Kardinal von Lothringen, dieſer eitle Mann, ſah eine Gelegenheit, ſeine Gelehrſamkeit, ſeine Beredſamkeit gel⸗ tend zu machen, und ſo fand es Statt. Aller Augen waren auf die Abtei von Ppiſſy gerichtet; allein dieſer, wie ſo viele ähnliche Verſuche, mißlang.
Indeſſen ſchienen günſtige Sterne dem Proteſtantis⸗ mus zu leuchten. Katharina von Medieis neigte ſich ſichtbar auf ſeine Seite— ſie ließ ihn in ihren Gemä⸗ chern predigen; ſie ſchloß ſich enger an Condé, an Cv⸗ ligni an, und täuſchte alle— denn vffenbar hatte mehr das Beſtreben, ſich Condé und Coligni zu gewinnen, um dem ſogenannten Triumvirat Franz von Guiſe's, des Connetable's und des Marſchalls von St. Andrs ein Gegengewicht entgegenzuſetzen, mehr Antheil an dieſem Meinungwechſel, als die Ueberzeugung dieſer, ihren Ge⸗ lüſten nach Macht alles unterordnenden, Fürſtin.
Neue Hoffnungen ſchöpften die Proteſtanten, und bis in die Thäler der Dauphiné drang die frohe Botſchaft, die Rabaud von einer Reiſe nach Angers mitbrachte.
Neue Hoffnungſtrahlen fielen in Guy's Sohnes⸗Herz. Lebt er noch, der theuere Vater, ſprach zu ſich der Jüng⸗


