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das Unglück, was den geliebten Vater heimgeſucht, der glühende Haß, den ihm Rabaud und Salers gegen die Feinde des Vaters, gegen alle Anhänger des Königs und des katholiſchen Glaubens einflößten— dieß ver⸗ eint, gab dem Knaben frühe ſchon einen Ernſt, der noch weit jenſeits der Grenzen ſeines Alters zu liegen pflegt, und eine gewiſſe Feſtigkeit und Entſchiedenheit des Charakters, die ſeinen Jahren eben ſo fremd war. Er verſchmähte die Geſellſchaft der Knaben ſeines Al⸗ ters und lebte nur im Umgang mit ſeinen Pflegern, übte ſich in alle dem, was einſt ihn zu einem tüchtigen Krieger bilden konnte.
Neue Hoffnungen dämmerten im Herzen der Freunde, als Franz, der Jüngling, des Vaters Thron beſtieg— denn nun zerrann der Glanz Diana's von Poitiers, ihre den Proteſtanten entzogenen Güter verlor ſie, und konnte es nur der Gunſt der Umſtände danken, daß ſie, ohne Katharina's Rache zu fühlen, ſich auf ihr Schloß Anet zurückziehen durfte. Saint⸗Flour war nicht mehr ihr. Jetzt ſchien ihnen der Zeitpunkt gekommen, wo ihr viel⸗ geliebter Herr wiederkehren würde, das Erbe ſeiner Vä⸗ ter zurückzufordern. Sie hofften vergebens. So gut ſie auch Viole's Charakter zu kennen glaubten, ſo blieb ihnen doch das feine Ehrgefühl deſſelben verborgen und die Reizbarkeit ſeines Gemüths.— Er lebte noch— ſein Blick weilte oft auf Frankreichs Begebniſſen, ſein Herz war ja ganz dort. Manchmal hegte er Hoffnung, daß einſt ſeine Ehre hergeſtellt werde— aber dann ſagte er zu ſich: Nein, der Namen, der einmal gebrandmarkt iſt, wird nie wieder rein, und troſtloſer wurde ſeine Lage. In der tiefſten Verborgenheit lebte er in England— ohne Rachricht von ſeinem Guy, deſſen Spur ſelbſt du


