Teil eines Werkes 
12. Band, Neue Folge : 4. Band (1856)
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Da brach der Arme die Feſſeln und redete zwar ſorgen⸗ und angſtvoll, aber beredt, weil wahr, über ſeine häusliche Lage und die Nothwendigkeit einer weiblichen im die als ihr eigenes ſein Hausweſen verwalte.

In Summa, du willſt heirathen? ſagte lachend Berlefick.

Nun, in deiner Lage und in deinen Jahren haſt du Recht,

und ich wüßte dir eine wackere, tüchtige Frau.

Ferdinand erbleichte.

Brauchſt nicht bleich zu werden, rief Berlefick.Es iſt eine verſtändige

Ach Gott, rief angſtvoll Ferdinand,ich

Nun, ſo laß mich doch ausreden, ſagte Berlefick;du weißt ja noch gar nicht, wen ich meine.

Freilich, fiel Ferdinand ihm in die Rede,aber es könnte

mir mit Euch gehen, wie Euch mit dem Rectar, wie Ihr mir

einmal erzählt habet.

Ich wollte dir, fuhr, unbeirrt von dieſer Einſchaltung, Berlefick fort,nur vorſchlagen. Die Wahl bliebe dein, und da wär's Eidam's Guſtelchen, das ich vorzüglich geeignet fände, zumal das ja dein alter Schatz iſt, bei dem ich alter Narr dir einmal in's Gehege gehen wollte.

Er hatte die Worte kaum zus

geredet, als Ferdinand ihm um den Hals fiel und ihn herzte und küßte.Gott hat mir in Euch meinen Vater wieder geſchenkt, rief er mit inniger Rührung aus. Ohne Eure Einwilligung hätte ich nicht geheirathet, und nun trifft Eure Meinung mit meiner Neigung zuſammen. Wer iſt

glücklicher, als ich?

Ich würde auf Guſtelchen rathen, verſetzte Berlefick und wiſchte ſich eine Thräne weg, die Ferdinand's herzliche Worte ihm ausgepreßt.Aber, Ferdinand, ſagte er,du ſollſt das Wort vom Vater, den ich dir erſetze, nicht umſonſt gefagt haben. Es fehlt zur Haushaltung noch viel, und Eidam iſt kein reicher Mann. Das Alles beſtreite ich. Baſta! Nun geh' zum alten Eidam und frage, ob du ſein neuer werden dürfteſt? Heute Abend ſoll bei mir Verlobung ſein. Sage mir's aber zeitig.

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