Teil eines Werkes 
12. Band, Neue Folge : 4. Band (1856)
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den Bereich der Eiſenſtangen, und raſch ergriff der Affe den weiten Aufſchlag ſeines Aermels und zog ihn dadurch ſelbſt mit ſolcher Gewalt gegen die Stäbe, daß der Affe ſein Geſicht erreichen konnte. Dies Alles hatte ſich mit ſolcher Schnelligkeit ereignet, daß Ferdinand kaum einſchreiten konnte.

Jetzt aber, die Gefahr erkennend, ſchrie er:„Laßt los, laßt

los!“ und riß ihn zurück mit aller Gewalt. Mehrere Anweſende, beſonders Frauen, ſchrien heftig, Andere lachten. Durch dieſen Tumult begannen die Thiere zu ſchreien, und Töne, wie ſie nur ſelten in ſolcher Gemeinſchaft hörbar wurden, ließen ſich jetzt von allen Seiten vernehmen. Berlefick tobte wie ein Raſender. Die Wärter eilten herbei und ſchimpften ihn und drohten mit gericht⸗ licher Klage über den Rumor, den er angezettelt. Sie zerrten ihn gegen den Ausgang und ſtießen ihn, wie auch Ferdinand ihn ſchützen mochte, unter dem entſetzlichen Geſchrei der Thiere, dem wüthendſten Schimpfen der Aufſeher und dem wiehernden Gelächter der Menge der Zuſchauer in der Bude zur Thüre hinaus, daß er noch eine Strecke fortſtolperte und ohne Zweifel hingeſtürzt wäre, wenn nicht Ferdinand ihm nachgeeilt und ihn am Arm ergriffen hätte..

Um die Bude herum war eine große Menge Menſchen ver⸗ ſammelt, die auf den Weggang der ſich im Zelte Befindenden warteten, um einzutreten, theils müßiges Geſindel, das ſich hier herumtrieb.

Der Anblick Berlefick's bewirkte, daß Alles in ein lautes Gelächter ausbrach. Nicht nur bot ſein kahlgeſchorner Kopf einen komiſchen Anblick dar, auch ſein zerfetztes Kleid diente dazu, jenen Eindruck zu vermehren.

Er wüthete vor ohnmächtigem Zorne.

„Herr Vetter, um Geotteswillen bitt' ich Euch, ſeid ruhig,“ rief begütigend Ferdinand. Er zog ihn mit Gewalt fort, aber der Alte wollte weder Perücke, noch Meerrohr miſſen, und widerſtrebte. Immer wilder brauſte die Luſt der Zuſchauer dieſes allerdings komiſchen Auftritts auf.