Teil eines Werkes 
12. Band, Neue Folge : 4. Band (1856)
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Damit übergab er den böſen Buben dem Rumorknecht, der ihn nach dem Gefängniß abführte.

Lange wurde die Geſchichte noch verhandelt an Bord des Meß⸗ ſchiffes, und unvermerkt gelang es Ferdinand, die milderen Saiten anzuſchlagen, deren Ton einen friedlichen Klang annahm. Freilich weigerte ſich Guſtelchen entſchieden, heute in die Stadt zu gehen, unter dem Vorwande, die Gaſſenbuben möchten auf eigene Fauſt dem Herrn Nachbar aus Rache noch einen Denkzettel anhängen.

Dabei blieb's denn, und Berleſick und Ferdinand traten allein ihren Weg nach dem Roßmarkt an.

Unterwegs ſprach Berleſick feinen Willen auf's Beſtimmteſte aus, Frankfurt am andern Morgen zu verlaſſen, und begab ſich, da die Wohnung von Ferdinand's Principal auf dem Wege lag, zu dieſem.

Hier trug Berlefick auf die Entlaſſung aus dem Verhältniß an, in das Ferdinand zu dem Kaufmanne getreten war. So belo⸗ bend ſich auch dieſer über Ferdinand ausſprach, und ſo wenig er ihm im Wege ſtehen wollte, ſo machte er doch darauf aufmerkſam, daß er ihn jetzt, mitten in dem Meßverkehr, unmöglich entbinden könne; er wolle aber, ſagte er, wenn die Meſſe vorüber ſei und er einen andern Ladengehilfen gewonnen haben würde, ihn ziehen laſſen.

Das genügte ſowohl Berlefick, als Ferdinand, dem noch die Rückreiſe mit dem geliebten Mädchen in Ausſicht ſtand, vollkommen, und Beide verließen vergnügt das Haus, um nach dem Roßmarkte zu gehen, ja, Berleſick ſchien ſehr geneigt, den Gedanken an eine ſchon morgen vorzunehmende Abreiſe aufzugeben, um alsdann in der alten Geſellſchaft, und frei von Guſtelchen's quälender Schiffs⸗ ordnung, heimzukehren, da ſie jetzt den Tabak herrlich ertrug und nichts dagegen hatte, wenn Berlefick ſich den Rothen im Zelte ſchmecken ließ. Leider aber ſollte ein unerwartetes Ereigniß dieſen ſchnell gefaßten Entſchluß umſtürzen und ihm Frankfurt vollends verhaßt machen.