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„Warum durchſuchen?“ fragte er endlich.
„Weil der Herr,“ fuhr der Rumorknecht fort,„der in dem Wirthshauſe die Händel mit dem Wirthe hatte, wahrſcheinlich, wie der Wirth ausſagt, von dem Buben beſtohlen worden iſt.“
Das machte den Schiffer wild.„Kommt,“ ſagte er,„der Bube iſt in die Stadt geſchickt, wir wollen ſeine Koje unterſuchen.“
Das geſchah, und man fand eine anſehnliche Summe Geldes, darunter holländiſche Ducaten.
Als ſie mit dem Gelde wieder auf's Verdeck kamen, trat Pitt in das Zelt.
Der Rumorknecht faßte ſogleich Pitt mit energiſchem Griffe beim Kragen und rief:„Spitzbube, nun haben wir dich!“
Pitt erbleichte und begann zu zittern. Alle ſeine Frechheit war dahin. Er ſchrie wie ein gefangener Marder und verſprach
Alles einzugeſtehen. Zu dieſer Prozedur kam eben Berlefick und Ferdinand recht
gelegen. Eidam, der von Zorn erhitzt war, hielt ein getheertes Tauende in ſeiner Hand und dies hochnothpeinliche Zungenlöſungsmittel wirkte Wunder, denn während Pitt voll Angſt ſeine Augen darauf gerichtet hielt, bekannte er ſeinen Diebſtahl und ſeine Aufhetzung der Buben am Strande, denen er das Geld gegeben hatte, welches an der Summe fehlte, die er Berleſick entwendet; er bekannte den Weindiebſtahl eben ſo.
Alle ſtanden betroffen da, als der Tagedieb ſeine Verworfenheit und auch den Grund ſeines Haſſes gegen Berleſick eingeſtand.
Jetzt erſt erwachte Eidam's Zorn. Er riß den Strick aus des Rumorknechts nerviger Fauſt und maß ihm das Tau unbarm⸗ herzig an. Selbſt Guſtelchen's Flehen half nicht.
Als er endlich ſein ſchiffiſches Strafamt vollzogen⸗ übergab er Pitt dem Rumorknecht.
„So,“ ſagte er aufathmend.„Jetzt hat die Schiffszucht ihr
geheiligtes Recht. Das war für die Streiche, die er auf dem Schiffe verübt. Was er im Wirthshaus, auf Eurem Stadtgebiete gethan, mögt Ihr nach Urtel und Recht beſtrafen.“
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