ſchönen Kopf und aus dem ſtrahlenden Auge blickte Verſtand, aber auch tiefe, innerliche Gluth.
Der Meiſter gab ihm gute Lehren und Röschen reichte ihm die Hand und drückte ſie wärmer als ſie wollte, und lächelte wieder ſo wunderbar und ſah ihm in die Augen, daß leicht ſo ein junges Blut toll werden konnte.
Der Gerhard mochte auch ſo Etwas ſpüren, denn er machte ſich raſch von dannen.
Und Röschen dachte: Er iſt wahrlich der Schönſte von allen Dreien. Wie's in den Augen lodert! Und die Hand hat er mir gedrückt, daß ſie mir morgen noch weh thut. Vom Herzen kam's, aber es war doch hart!„Schade, daß er ein Schmied iſt!“ Das letzte Wort hatte ſie ahnungslos laut geſagt.
„Warum denn?“ fragte ihr Vater. Und ſie erröthete und konnte vor Schrecken kaum antworten; doch ſammelte ſie ſich und ſagte:„Es iſt ein wüſtes, unreines Handwerk!“
„Aber Ein's, das ſeinen Mann ernährt und Frau und Kinder dazu.“
„Ein's, denk ich,“ ſagte er dann zu ſeiner Frau ſich wendend, „was Gerhard meiden muß.“—
„Was denn?“ fragte ſie.
„Ich meine das Trinken!“ verſetzte Dobel und ging hinaus.
Als Gabriel von der Begleitung zurück kam und in die Werk⸗ ſtatt am andern Morgen trat, kam das Bewußtſein des Alleinſeins, des Getrenntſeins von ſeinen liebſten Freunden über ihn mit Macht. Er war ohnehin eine weiche Natur, die Alles tief empfand.
Er nahm eine runde, gelbe Blechtafel und den Rundhammer und begann ſie zum Löffel zu ſchlagen, aber alle paar Minuten mußte er eine Thräne wegwiſchen, die darauf herabrieſelte. Er ſaß allein da, denn der Meiſter war zum Kaufmanne nach Blech gegangen.
Röschen hatte etwas in der Werkſtatt zu thun oder that auch wohl nur ſo. Sie grüßte ihn mit der glockenhellen Stimme. Sonſt ſah er beim Gegengruß ihr immer in die wundervollen Augen; 2


