Teil eines Werkes 
11. Band, Neue Folge : 3. Band (1855)
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„Ja, ſo ſoll's ſein,“ ſagten wieder die Anderen, und Joſeph, der gerne mit der Naſe vorn war, zog zuerſt und das Kleinſte. „Aha, du mußt nach Cöln!“ ſagte Gerhard.„Glück auf! Zieh Gabriel!“ Gabriel zog das Längſte. „Du mußt ins Reich und ich muß gegen den Strom ſchwimmen, rheinaufwärts.“ as Gottesurtheil hatte entſchieden und alle Dreie waren mit der Entſcheidung zufrieden. „Nur gefällt mir,“ hob Gerhard wieder an,„auch das nicht, daß wir alle Dreie auf einen Tag weg ſollen von daheim.

„Das iſt gegen den Brauch. Ihr wißt, wir Vierhäuſer haben keine Kameradſchaft außer uns. Gingen wir auf Einen Tag, ſo würde Keiner von uns begleitet, und es iſt doch die alte, ſchöne Sitte, daß die Kameraden den Scheidenden begleiten. Wer zuerſt von uns geht, den begleiten die beiden Anderen und tragen ihm den Ranzen. Wer zum Zweiten fort muß, den begleitet der Dritte, und nur der Letzte muß allein gehen. Iſt's Euch recht ſo?“

Alle Zweie ſtimmten dem praktiſchen Schmiede zu.

„So ſoll das Loos abermals entſcheiden!“ ſagte er, und ging etwas zurück, um wieder Halme zu pflücken.

Sie zogen und wieder traf Joſeph das Lvos des erſten Weg⸗ gangs, Gerhard war der Zweite und Gabriel mußte alleine ſeinen Wanderſtab ins Reich ſetzen, ohne daß ihm ein Freund das Geleite gab.

So hatte das zweite Gottesurtheil entſchieden, und Keiner ſprach darüber ein Wort des Mißvergnügens aus.

Eine lange Weile ſaßeß ſie ſtill und in ſich verſunken neben einander. Jeder dachte an das Scheiden von den lieben Eltern, von dem geliebten Röschen, von der trauten Heimath, und das lag auf dem Herzen wie eine drückende Laſt. Sie ſollten hinausgehen in eine fremde Welt, wo ſie keinen Menſchen, kein Menſch ſie kannte, das machte den unerfahrenen Herzen bange.

Nach einiger Zeit ſagte Gabriel:„Das ſteht nun Alles feſt,