Teil eines Werkes 
5. Band (1852)
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ernſten, kräftigen Widerſtand von Seiten der Führer. Und dennoch riefen plötzlich Feiglinge:Sie haben uns ins Unglück geſtürzt und nun wollen ſie uns vollends auf die Schlachtbank führen!

Ein wildes Gemurmel entſtand.

Fechenheimer ſprang auf einen Brunnen, um ſich deſto beſſer vernehmbar zu machen.

Reißt ihn herunter! ſchrie das Volk.

Mächtig drängten ſie heran, und ehe Fechenheimer herab⸗ ſteigen konnte, war er und auch Pfriemer ergriffen und ſogleich gebunden.

Unter eben dem brüllenden Jubel, mit dem ſie die Führer ſonſt begrüßt, ſchleppten ſie ſie jetzt zum Thore.

In weitem Umkreiſe ſchweiften die Landsknechte umher, die Bauern, die in der letzten Nacht dem Blutbad entronnen waren, zuſammen zu treiben. Schaaren brachten ſie in das Lager, die hier dicht gedrängt ſtanden.

Da öffnete ſich das Thor Pfeddersheims und waffenlos kamen die Schaaren der Bauern hervor, die Fgefeſſelten Führer vor ſich herſchleppend.

Als aller Augen auf dies Schauſpiel gerichtet waren, machten die im Lager zuſammengetriebenen Bauern einen Verſuch zu entfliehen.

Kaum bemerkten das die erbitterten Landsknechte, als ſie ſcho⸗ nungslos auf ſie einhieben.

Der Kurfürſt, der zu Pferde gegenwärtig war, ſprengte unter ſie und rief:Laßt ab. Es ſind Verirrte. Ich habe ihnen ver⸗ geben! Aber ſein Wort blieb ungehört und alſo unbeachtet Achthundert Bauern hieben ſie ſo zuſammen.

Der Kurfürſt ſah ganz bleich vor innerer Bewegung die Leichen⸗ menge und er zerdrückte eine Thräne in ſeinem Auge. Denen in Pfeddersheim verzieh er; aber dreißig Rädelsführer der Bauern und vier Bürger der Stadt, die die Thore den Bauern geöffnet hatten, wurden enthauptet.

Pfriemer's und Fechenheimer's Häupter fielen zuerſt.