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Geſchütze der Bauern wacker denen des kurfürſtlichen Heeres, welche die ganze Nacht durch die Mauern beſchoſſen; aber eine große Muthloſigkeit war über die Bauern gekommen. Als der Tag kam, konute man von den hin und wieder gänzlich zerſtörten Mauern das Schlachtfeld des geſtrigen Abends überblicken. Es war ein grauenvoller, entſetzlicher Anblick. Viertauſend Leichen deckten das Land. Die Landsknechte hatten kein Pardon gegeben, darum waren nur wenige Verwundete in die Stadt zurückgekommen. Ein Todtenfeld dehnte ſich über den Kampfplatz, deſſen Anblick das Herz ſtocken machte.
Heinz, Elsbeth, Benz fehlten! Sie waren geblieben, das lag außer Zweifel.
Der alte Pfriemer, der nie geweint hatte, ſaß da und ſtützte den Kopf in beide Hände. Die Arme ruhten auf ſeinen Knieen und die Thränen träufelten nieder zwiſchen ſeine Füße. Zetzt ging ihm das rechte Verſtändniß auf, jetzt ſah er, wie er ſein Glück, das Glück Tauſender zertrümmert hatte.
„Sei ein Mann!“ rief Fechenheimer, deſſen Söhne Beide auf dem Schlachtfelde lagen.„Hab' ich weniger eingebüßt als du?— Nun gilt's einen ehrlichen Mannestod. Ein Anderes bleibt uns nicht mehr übrig. Laß uns als Männer ſterben! Sie wollen die Stadt übergeben!“
„Nimmermehr!“ rief er aus und ſprang auf. Beide eilten auf den Platz, wo das Volk verſammelt war in bedauerlichem Kleinmuthe.
Pfriemer und Fechenheimer widerſetzten ſich mit aller Kraft der Uebergabe; aber ſchon wehte die weiße Fahne vom Kirchthurme, ſchon waren die Glieder des Raths von Pfeddersheim mit einigen Bauern hinausgeeilt, ihre Unterwerfung mit der Bitte um Schonung vorzubringen.
Ger Marſchalk wies ſie trotzig zurück. Uebergabe auf Gnade und Ungnade, Auslieferung der Führer von Nußdorf, Niederlegung der Waffen, das waren die Forderungen, die er ſtellte.
Frſilg die Abgeſandten zurück Es galt einen


