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Heinz. Die Thiere ſelbſt, getrieben von der Angſt, die das Knallen der Geſchütze ihnen brachte, flogen dahin, wohin, ohne zu wiſſen, welche Richtung ſie nahm, Elsbeth das ihre lenkte.
Allmählich wurde der Ton der Geſchütze dumpfer, das Dröhnen des Bodens weniger bemerkbar; das Kampfgetöſe verhallte in der Ferne. Heinz, vom Blutverluſte matt, ließ ſich faſt willenlos leiten.
Endlich vermochten es die Thiere nicht in ſo geſtrecktem Galopp weiter hinzujagen. Elsbeth hielt an.
„Wie iſt dir?“ fragte ſie.„Schmerzt deine Wunde ſehr?“
Sie zog ein Tuch hervor, der Arm wurde entblößt, und ſie wand es um vie blutende Wunde, indem ſie Heilkräuter, die ſie geſammelt hatte, darauf band.
Heinz wollte zurück zu den Seinen. Er überhäufte ſie mit Vorwürfen, daß ſie ihn ſeinem Beruf entzogen.
Sie lächelte unter Thränen.„Soll ich dich auch ſterben ſehen, wie ich den Vater ſterben ſah?“ fragte ſie.„Nun ſind die Thore verſchloſſen. Du kannſt nicht mehr zurück. Aber ſagt dir nicht der Kampf dieſer Nacht, welch ein ſchrecklich Ende der Aufruhr nehmen muß?“
„Aber mein Vater!“ rief er aus.„Treulos verlaſſ⸗ ich ihn im Augenblicke der Gefahr!“
„Will ihn Gott retten, ſo geſchieht es,“ ſagte gläubig das Mädchen.„Ich habe ihn beſchworen zu fliehen, er that's nicht!“
Und wieder faßte ſie die Zügel und immer in der Richtung, vie ſie einmal genommen, ging der Ritt fort, bis in einem, Walde der Ruhepunkt gefunden war. Doch auch hier war kein Weilen. Nach einer Friſt von höchſtens einer Stunde trieb das Mädchen die müden Thiere von Neuem an, die jetzt nur langſam die Reiſe fortzuſetzen im Stande waren. Als der Tag graute, lag rechts ein Hochwald. Der auſſteigende Rauch kündigte eine Köhlerhütte an. Dorthin lenkte das Mädchen die müden Roſſe und den todtmüden, ganz erſchöpften Heinz.
Die Niederlage der letzten Nacht brachte in Pfeddersheim eine Wirkung hervor, wie ſie zu erwarten ſtand. Zwar antworteten die
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