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in die Stadt. Es war Nacht. Mit Bauern aus Seckenheim, die noch in der Stadt waren, kam ich durch das Maunheimer Thor und lief nun links vom Thor am Berge hin, um den Rhein zu erreichen. Mit vieler Mühe, unter ſchweren Opfern und Entbeh⸗ rungen kam ich glücklich herüber. Raſt und Ruhe gönnte ich mir nicht, bis ich euch fand, um euch die Botſchaft der Gefahr zu bringen, die Gefahr mit euch zu theilen!“
Als ſie geendet, überhäuften ſie ſie Alle mit Lob, und Einer ſah ſie mit ſüßem Entzücken an und drückte innig die kleine Hand.
Wenige Tage reichten hin, die Roſen wieder auf die Wangen zurückzurufen, die einſt ſo herrlich hier geblüht.
Darüber entſtand aber eine ernſte Berathung, ob es nicht gerathener ſei, daß Elsbeth nach der Hardt gehe, wo die Mutter noch immer in ſchwerem Kummer weile.
„Gewiß!“ ſagte ſie;„aber ich kehre wieder, daß euch die Liebe in der Stunde der Gefahr pflege.“ Das mußten ſie ihr zugeſtehen, und ſo begleitete Benz ſie zur Mutter, die in ſchwerem Herzensgebreſte ſich ſchier verzehrte um ihr theures Kind.
Wie der Marſchalk geſagt, als Elsbeth nahe ſtand, ſo war es wirklich, ſo lag es im Plane, ſo wurde es zur Ausführung bereitet.
Das ſanfte Herz des Kurfürſten war empört über der Bauern Treubruch. Sie hatten gelobt, die Waffen ruhen zu laſſen, bis es dem Kurfürſten möglich werde, den Landtag zu berufen; dann hatten ſie ihm als Friſt Pfingſten abgerungen, obgleich er kaum die Möglichkeit einſah, bis dahin Alles vorzubereiten. Und nun war kaum Pfingſten halbwegs, ſo zogen ſchon Viele nach dem Elſaß, dort ihren Brüdern zu helfen, oder beſſer und der Wahrheit treuer, vort zu rauben, da es jetzt in der Pfalz nichts zu rauben gab. Dort war bei Weißenburg in offener Schlacht das Bauernheer


