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umgaben, gefallen waren; nachdem man Städte und Dörfer geplündert, geraubt, geſchändet, gemordet, zog von tauſendfachem Fluche begleitet das Heer gen Pfeddersheim. Feig ließ ſie der Rath der Stadt einziehen, und hier wollten die Bauern ruhen von ihrer Arbeit und der Früchte ihres Raubes froh werden.
Tief in ſeine düſteren Gedanken verloren ſaß Heinz Pfriemer am Fenſter eines Hauſes am Markte, wo er und die drei übrigen Hauptführer Quartier genommen. Ihm war's in der Seele, als nahe das Schwerdt der Vergeltung. Er ſprach ſeine Ahnungen aus, aber ſeine Gefährten, ſein Vater, Fechenheimer und Benz, waren der entgegengeſetzten Meinung. Sie trauten ihrer Macht, die über zehntauſend Streiter betrug, und hofften, nun werde der Kurfürſt andere Saiten aufziehen, zumal das Heer verlange, gen Heidelberg geführt zu werden.
Ihr Geſpräch wurde immer lebhafter. Sie vernahmen nicht, daß ein wilder Lärm draußen auf den wogenden Gaſſen wirbelte. Plötzlich ſprang ein Bauer, der als Rottmeiſter diente, in das Gemach und rief:„Endlich haben wir ihn!“
„Wen?“ fragten alle Vier zugleich
„Den Verräther, den Märten Streffer!“ rief der Bauer. „Er ſchnüffelte wieder heimlich in der Stadt herum und ſuchte nach einem Knaben; aber das war nicht genug. Er forſchte auch unſere Leute aus, um unſere Zahl zu erfahren!“
„Nach einem Knaben forſchte er?“ fragte Heinz und ein leiſes Beben ergriff ſein ganzes Weſen.
„Ja,“ ſagte der Bauer;„aber wir halten das nur eben für einen Vorwand, für einen Kreuzer Urſache zu kaufen.“
„Bringt ihn hierher!“ rief Heinz.„Er allein kann uns von Elsbeth Kunde bringen!“
„Das iſt zu ſpät,“ ſagte der Bauer,„ſie haben ihn draußen vor dem Thor an der grozen Linde gehängt!“
„Sein Maaß war vell,“ ſagte Pfriemer.„Du, Heinz, S
Schuld, daß er uns ſo lange ſchadete. Und was war des Strolches Lohn dafür, daß du ihm das Leben erhieltſt? Daß er dich auf eine


