Teil eines Werkes 
5. Band (1852)
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Früh am Morgen erwachten die Bauern im Rathhauſe zu Forſt von ihrem wüſten Rauſche. Alles, was ſie am Tage vorher erlebt, erſchien ihnen wie ein Traum.

Benz gedachte Elsbeth's, Pfriemer fragte nach Heinz.

Wo wird er ſein, fragte lachend Benz ſeinen Nachbar, wo wird er ſein, als bei ihr?

Sie brachen auf zu dem Hauſe Sibhllen's; aber ſchon im Dorfe hörten ſie das Entſetzliche und vernahmen, daß Heinz ihm nachgeſetzt habe.

Dieſer Schlag traf die Väter um ſo ſchwerer, als ſie bereits die Nachſtellungen kannten, die Elsbeth von dem Verworfenen erfahren hatte. Sie waren tief gebeugt von dem Schickſale.

Allgemein wurde der Schmerz der geliebten Führer von dem Volke getheilt. Die Schlaueſten unter den Bauern erboten ſich als Kundſchafter auszugehen und eilten hinweg, dem Mädchen nachzu⸗ ſpüren, wohin ſie auch der Räuber gebracht haben könnte.

Am Abend des Tages kehrte Heinz mit ſeiner Schaar troſtlos zurück. Er hatte die Ueberzeugung gewonnen, daß der Menſch, dem er das Leben erwirkt, ihn auf eine falſche Fährte abſichtlich geleitet habe, nämlich Märten Streffer. Er hatte ſie nicht gefunden. Der Zorn gegen den verworfenen Märten Streffer kannte keine Grenzen, und Heinz war troſtlos über Elsbeth's Verluſt.Wüßt' ich ſie todt, ſagte er,ich wollte weinen um ſie, aber ich wüßte ſie wohl geborgen im Himmel; doch ſo weiß ich ſie in der Gewalt eines Ruch⸗ loſen, der die ſchändlichſten Abſichten gegen ſie hegt, die er ausführen wird, um ſein Gelüſten und die Rache gegen mich zu befriedigen.

Er raufte ſein Haar in wilder Verzweiflung. Vergebens war jeder Troſt, den ihm theilnehmende Liebe widmete. Er verſank in einen Zuſtand des Lebensüberdruſſes, der ſeinen Vater namenlos unglücklich machte. Benz war außer ſich, weil er ſich ſagen muß daß ſein Rauſch des Unglücks a ſei.