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Toledoſtraße hinauf.
Hilfe. Der Marcheſe lernte den Jüngling kennen und gewann ihn lieb. Mit freigebiger Hand unterſtützte er ihn; die koſtbarſten Muſikalien verſchaffte er ihm. Eine der beſten Geigen, welche aus Cremona's Meiſterwerkſtätten hervorgegangen war, ſchenkte er ihm als Lohn ſeines trefflichen Spieles.
Der Jüngling blickte dankbar und froh in die Zukunft und warf ſich mit allem Eifer auf ſeine Studien.
Da lernte er Annunciata kennen und es war, als habe ein Siroeco alle ſeine Liebe zur Kunſt ausgetrocknet. Der Meiſter ſah ihn kaum mehr, und wenn er kam, ſo war er ſo zerſtreut, hatte ſo wenig Aufmerkſamkeit und Luſt, daß der Meiſter bedenklich den Kopf ſchüttelte.
Gerade zu dieſer Zeit traf er den Marcheſe, der längere Zeit auf ſeinen Gütern in Sicilien verweilt hatte.
„Wie ſteht's mit unſerm Pergoleſe?“ fragte der Marcheſe.
„Uebel,“ entgegnete achſelzuckend der Meiſter.„Alle Luſt und Liebe zur Kunſt iſt weg. Wenn es nicht anders wird, ſo bleibt er ein gewöhnliches, verkommenes Talent und wir Beide ſind genarrt.“
„Das iſt hart, Signor!“ ſagte der Marcheſe.„Künſtler haben ihre Launen.“
„Zugeſtanden,“ ſprach betrübt der edle Meiſter;„aber da iſt mehr als Laune. Eine ſolche währt wohl heute und morgen, aber das dauert ſchon, ſeit Ihr in Sicilien weiltet, und wird alle Tage ſchlimmer.“
Der Marcheſe ſah ihn betroffen an.
„Was meint Ihr denn, Signor?“ fragte er.
„Was ich meine?“ brummte der Meiſter.„Wenn die Liebe nicht dahinter ſteckt, ſo iſt es der Teufel!“
„Halt!“ rief der Marcheſe;„da müſſen wir forſchen. Am Ende wäre der leichter zu bannen als die Liebe. Wo wohnt der Junge?“
Der Maeſtro 68 Alles genau an und der Marheſe eilte die


