Teil eines Werkes 
4. Band (1851)
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jetzt Viele zugleich iſt das nicht unſer Pfarrherr Inſelius? Er iſt's! jubelte die Menge, und Alles drängte ſich zu dem Roſſe, das der Greis ritt, der, weinend der Freude Zähren, in die liebe Heimatſtadt einzog und die Liebe der Bürger ſah. Alles ſtreckte die Hand nach ihm aus, und tief gerührt ſegnete er die Menge, die mit Andacht ſeinen Segen empfing.

Herr Doctor! ſprach der Rheingraf zu ihm,Ihr feiert einen ſchönern Sieg, als ich, und einen ſchönern Einzug denn Ihr zieht in die Herzen dieſer Menſchen ein, ich aber nur in die Mauern!

Jetzt aber ertönte dem Rheingrafen ein donnerndes Lebehoch! Er aber zog den Hut vom Haupt und ſprach: Dem Herrn allein die Ehre! Und ab ſtieg er vom Pferd und mit ihm ſeine Begleiter und Inſelius. Ein weiter Kreis bildete ſich jetzt, und Inſelius ſprach, als eben die winterliche Sonne hinter Naſſau's Gebirgen hervortrat, ein Dankgebet mit jugendlichem Feuer, ungeſchwächter Kraft und inniger Begeiſterung, und alle Herzen beteten mit. Dann ſtimmte die ſchwediſche Soldateska mit der Bürgerſchaft ein dankbares, volltöniges:Herr Gott, dich loben wir ꝛc. an. Die innigſte Rührung ſpiegelte ſich auf allen Geſichtern. Soldaten und Bürger umarmten ſich, und die frohe Hoffnung einer ſchönern Zukunft nach all den Leiden und Trübſalen zog in die Herzen der

Bürger ein, mit der Freude, den geliebten Seelſorger wieder in

ihrer Mitte zu haben nach achtjähriger Trennung.

X. 6 Die letzten Töne des herrlichen, alten Chorals waren ver⸗ ungen In der Nachfeier des heiligen Momentes ruhten noch

die Gemüther mehr oder weniger, je nachdem ſie für fromme Ein⸗ rücke empfänglich waren, als mit einem Male die Volksmenge ſich theilte, eine Gaſſe bildend, durch die mit ernſter Würde der Rath, mit Rima an der Spitze, der auf ſammtem Kiſſen den filbernen

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