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ch war ſie unverletzt. Er nahm hier mit ſechs Schweden ſeine Stellung zu Schutz und Schirm der Geliebten.
Lauter Jubel erfüllte jetzt die Stadt. Alle Thüren öffneten ſich, und die Bürger brachten gefüllte Pokale zum Willkommen den Soldaten zu. Kein Erceß fiel vor. Strenge hielt man das Gebot
gehoffte Beute verſprach er durch eine Brandſchatzung des Kloſters den Soldaten zu erſetzen, womit dieſe ſich begnügten.
Bebend hörte man im Rima'ſchen Hauſe den Kampflärm. Oft dünkte es Claren, ſie höre Friedrich's gewaltige Stimme. Furcht und Hoffnung bewegten wechſelnd das liebende Herz. Sie betete leiſe und inbrünſtig für Friedrich's Erhaltung. Allmählich entfernte ſich das Kampfgewühl vom Markt und ließ endlich, nach einer Stunde, die die Dauer einer Ewigkeit hatte, ganz nach.
Freier athmete ſie nun. Aber ach, die Furcht quälte ihr Herz wieder. Lebt er noch? Wird er nicht verwundet ſein?— Wo ſollte ſie Ruhe finden bei ſolchen quälenden Gedanken?—
Da ſprang plötzlich die Thür auf, und mit dem Ausrufe: Der Sieg iſt unſer! trat der Geliebte herein— in ſchwediſcher Uniform, die ihm außerordentlich gut ließ.
Rima eilte ihm entgegen.„Seid mir willkommen, Retter in der Noth und Gefahr!“ rief er und ſchüttelte des Jünglings Hand mit freudigem Gefühle.
Clara ſtand ferne mit wonneſtrahlendem Blick und hoch⸗
klepfendem Herzen. Es war ihr, als müſſe ſie ihm entgegeneilen,
ihn an das treue, liebende Herz drücken— den Retter, den helden⸗
ihnen Jüngling— und voch konnte ſie nicht. Ein unbeſchreib⸗
liches Etwas hielt ſie zurück.
Friedrich nahte ſich und drückte ihre ſchöne Hand mit ſtürmi⸗ m Gefühl an ſeine Lippen. Hoch erglühte die Jungfrau. Rima
merkte es, jetzt erhob ſich ſeine Ahnung ihrer Liebe zur vollen
Gewißheit. Aber zürnen konnte er nicht. Er verdankte ihm ja
ſo viel.
des Rheingrafen, kein Eigenthum der Bürger anzutaſten. Die
Nun aber mußte Friedrich erzählen. Eie ſtaunten ob ſeiner


