Teil eines Werkes 
4. Band (1851)
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den Saal zueilte, und mit banger Sorge die Thür unterſuchte

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ſei die Runde. Kein Schuß fiel. Zitternd legten ſie die Wehr 6 ab und ergaben ſich. Der Thurm war genommen.

Bleibt hier und haltet ihn beſetzt, rief Friedrich den Dale⸗ karlen zu, und eilte mit Blitzesſchnelle hinab.

Ueber den Kirchhof nach dem Diebsthurm war Rößler gezogen, die Beſatzung war wachſam. Bald entſtand ein Gefecht und ein lebhaftes Feuer von oben herab. Allein der Schweden Uebermacht ſiegte.

Friedrich warf ſich indeſſen auf die Stadtmauer und eilte dem Marktthurme zu. Hier fand er den ſtärkſten Widerſtand. Hart⸗ näckig vertheidigten die Spanier den Thurm. Sie wurden alle niedergehauen bis auf Einen, der Quartier nahm.

Die Stadt iſt unſer, jubelte Friedrich, und ſtürmte weiter. Nach Verlauf einer halben Stunde waren alle Thorthürme erobert, ihre Beſatzung niedergehauen oder gefangen. Nur die nördlichen und weſtlichen Thürme, der Holzthorthurm, der Sonnenthurm, der Katzenthurm und Poſtenthurm waren noch in der Spanier Gewalt. Dieſe fielen durch die Roſengaſſe den Schweden in die Flanke und ſuchten den Markt zu gewinnen. Bedrangle hörte das Lärmen und Schießen in der Stadt nicht ſobald, als er auch perſönlich ſich an die Spitze eines Haufens ſtellte, und über den Sanct Werner herabeilte.

Auf dem Markt entſpann ſich jetzt ein lebhafter Kanpf Friedrich kehrte eben vom Zollthorthurme zurück, wo er zugleich die Hauptwache gefunden und gefangen gemacht hatte. Er ſtürmte die Marktgaſſe zurück, theilweiſe die Beſatzungen der eroberten Thürme mit ſich vereinigend. So fiel er den Spaniern in den Rücken und entſchied ſchnell und glücklich den mörderiſchen Kampf, der hier wüthete. Die zogen ſich fechtend auf die Burg zurück, da ſie der Uebermacht der nachrückenden Schweden, die indeſſen das Münzthor aufgehauen hatten, nicht Stich zu halten vermochten.

Kaum aber ſah Friedrich dieſes Ziel des Kampfes, als er auf