Teil eines Werkes 
4. Band (1851)
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ſchärfern Ohre der Ton nicht entgangen, der durch die Arbeit des Mannes am Bogen hervorgebracht wurde. Mißtrauiſch gemacht, rief er hinab:

Diaz, bring' mir eine Büchſe, drunten ſcheint es nicht ſicher!

Schnell ſprang der Gerufene herbei. Der unten legte ſich, in der Stille der Nacht jede Sylbe vernehmend, derweile der Länge nach auf das Eis, ſo dicht als möglich an die Stadtmauer.

Eine Weile horchten die oben, worauf der Eine zum Andern ſagte:Wer auch gleich den Schweden wittern möchte, wie du! Wahrſcheinlich war's eine Beſtie, die der Geruch des Fleiſches in die Gerbereien anlockte. Hätteſt du Lärm um Nichts gemacht, Bedrangle würde dich zu den Spießbürgern in das Verließ geſteckt haben. Mit dieſen Worten gingen Beide beruhigt hinab. Der am Bogen arbeitete nun rüſtiger. Es gelang ihm bald, die Oeff⸗ nung ſo weit zu vergrößern, daß er hindurchſchlüpfen konnte. Er warf nun den Mantel ab, kroch hindurch, und ſah ſich alſobald innerhalb der Ringmauern der Stadt. Schnell hing er den Mantel wieder um, und ſchlug den Weg am Berge weg hinter den Loh⸗ haufen und Gerbehäuſern ein, und ſah ſich, mit den Oertlichkeiten vollkommen vertraut, bald am Häuslein des Wächters, der, ein alter Hageſtolz, ganz allein auf dem Holzmarkte hinten am nörd⸗ lichen Berg unmittelbar an der Stadtmauer wohnte. Die Thüre war nur angelehnt, und er trat in ein matt von einer Lampe erleuchtetes ärmliches Kämmerlein. Der Ankömmling warf die Verkappung ab und ſtand nun in ſchwediſcher Uuiſ wohlbe⸗ waffnet mit Piſtolen und Schwerdt, da.

Nicht lange nachher trat der Wächter herein und fuhr mit

Entſetzen vor dem n zurück mit dem Ausrufe:Großer

Gott, die Stadt iſt athen!

Stille, ſtille! rief ihm der Andere zu;Hans Adam,

Ihr mich denn nicht? Ich bin ja der Laborant Friedrich, der Euch

vor einem Jahre vom Fieber heilte und den Zahn ausriß! Gott ſegne ihn! ſprach der Alte,und auch Euch, wenn

Ihr's ſeid.