Teil eines Werkes 
4. Band (1851)
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Das Münzthor, gnädiger Herr, verſetzte Friedrich,ſcheint mir das zu ſein, welches am leichteſten einzunehmen iſt. Gerade dies iſt der Ort, wo die eindringenden Truppen ſich ſchnell ſammeln und aufſtellen, und in Maſſe vorrücken können; denn rechts vom Thore bis zum Diebsthurme hin zieht ſich der Gottes⸗ acker, und von da aus rücket Ihr vor auf den Markt, nehmt zuvor den Diebsthurm und Zehndethorthurm weg und die Stadt iſt Euer. Es kommt Alles darauf an, daß ſich die Mannſchaft ſtille der Münzpforte naht; am Abend vorher ſchleiche ich verkleidet in die Stadt. Im Hauſe des Nachtwächters verberge ich mich er iſt treu und dankbar, denn ich habe ihn in ſchwerer Krankheit geheilt, und ſo Ihr euch dem Münzthore naht, ziehe ich das Fallgatter auf, das den Bogen der Münzbrücke ſchließt; über das Eis kommt Ihr leicht herein, und die Stadt iſt gewonnen.

Vortrefflich! rief der Rheingraf,aber höchſt gefährlich für Euch. Wie nun, wenn Ihr entdeckt werdet?

Dafür laßt mich Sorge tragen, gnädiger Herr, lachte Friedrich.Ich fürchte das Wageſtück nicht. Es iſt das erſte nicht, das ich in Bacharach vollbringe, wie Ihr wißt.

Die Offfziere ſahen den kühnen Jüngling mit Verwunde⸗ rung an.

Schade, ſprach Hauptmann Rößler, ein eisgrauer Krieger, daß Ihr nicht Soldat ſeid,Ihr verdientet eine Fahne, wenn nicht mehr.

DDer Kriegsrath ging auseinander mit der Weiſung des Rhein⸗ grafen, ſich bereit zu halten, damit er, ſobald die Stadt nicht gutwillig übergeben würde, den Angriff ordne. Plünderung wurde, denn das hatte der edle Rheingraf Inſelius verſprochen, ſtrenge unterſagt. 5 In der Frühe des kommenden Morgens, es war am erſten. Januar 1632, neuen Sthls, ritt ein Trompeter mit weißer Fahne gegen das ſüdweſtliche kleine Thor des Schloſſes Su und blies eine luſtige Fanfare. Kaum wurde Bedrangle ſeiner anſichtig, als das vhr ſih