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von der Höhe ein eignes Schauſpiel darbot. Nichts aber ergriff ihn ſo mächtig— als der Anblick der Stadt, des Thurmes zu Sanct Peter und Paul. Es ſtand der Greis an des Sohnes Seite auf einem jener weit gegen das Rheinbett hervorſpringenden Felszacken, zwiſchen denen ſich kleine Thäler hinabziehen zum Ufer. So kalt es auch war— er nahm das Baret von dem Silber⸗ haare— kniete nieder auf die harte Erde und dankte dem Welten⸗ regierer für des heißen Wunſches Erfüllung, einſt dieſer Stadt die Retter aus Drangſal und Elend zu bringen.—„Jetzt,“ ſchloß er in heiliger Begeiſterung,„jetzt, Herr, laß deinen Diener in Frieden zur Grube fahren, er hat erlebt, was er gehofft und gewünſcht!“— Auch Friedrich's Herzen entſtrömten Dankgebete, Bitten um ein fröhliches Gelingen. Doch, wie ſo verſchieden waren ſeine Empfindungen von denen ſeines Vaters!— Aus dem Fenſterlein ſeines kleinen Stübchens in dem Bauernhauſe war der Rheingraf Zeuge dieſer Scene geweſen. Er ging hinab zu den Beiden, ſich da umzuſchauen von dem freien Standpunkte. Kaum aber bei ihnen angelangt, ſanſte eine Falconetkugel über ihren Häuptern ganz niedrig vorüber. Erſchrocken blickte Inſelius auf. „Das war ein Gruß von unſeren Freunden auf Stahleck!“ rief lachend der Rheingraf,„aber auch eine Warnung, vorſichtig im Wählen unſerer Standpunkte zu ſein. Laßt uns zurückgehen, da ich zudem mit Euch, Friedrich, jetzt eine Berathſchlagung halten muß, indem Ihr der Einzige ſeid, der mir die günſtigſten Orte zum Angriſſe bezeichnen kann.“ „Mit Freuden,“ erwiederte der Jüngling.„Doch muß ich mir eine Bedingung anshalten mit Eurem Wohlnehmen, Erlauchter Herr!“ „Zugeſtanden!“ rief der Rheingraf mit heiterer Miene. „Euch darf man ſchon ſeine Worte ohne Sorge verpfänden. Redet!“ ₰ „Meine Bedingung iſt— daß ich beim Sturme der Vorderſte ſein darf, daß ich, einige Häuſer der Stadt zu ſchützen, Ste von Euch Senie erhalte!“


