für Stadt und Schloß. Die zwei Fähnlein Reiter von Franken⸗ thal hatten bereits ſeit längerer Zeit die Stadt verlaſſen, und mit der Brandſchatzung nach dem Ort ihrer Beſtimmung zu Frangi⸗ pani's Truppen ſich zurückbegeben. Die Flüchtlinge von Simmern und Kirchberg, die ſich bei ihm auf Stahleck ſammelten, waren unbedeutend, und ſchadeten ihm mehr, als ſie ihm nützten, da ſie eine paniſche Furcht vor den Schweden mitbrachten, und dieſe in eben dem Maaße auch ſeinen Truppen mittheilten. Seine ganze Beſatzung beſtand, da er nun auch Fürſtenberg und Stahleck bei Steeg beſetzen und in Vertheidigungszuſtand ſetzen mußte, aus kaum achtzig ſtreitbaren Männern. Auf die Bürgerſchaft konnte er, wie er jetzt zu ſpät einſah, ſich nicht verlaſſen. Ein minder muthiger Krieger wäre muthlos geworden, nur Bedrangle nicht. Er traf alle möglichen Vorkehrungen zur Sicherung der Stadt, und wartete nun mit dem ihm eigenen beſonnenen Trotze das feindliche Nahen ab.
Doch ſpannte er gegen die Bürger gelindere Saiten auf. Daß er, ohne Hoffnung der Verſtärkung oder des Entſatzes, die Stadt auf die Dauer nicht halten könnte, das ſah er zu gut ein— darum begann er mit dem zuſammengebrachten Gelde ſich genügen zu laſſen. So feſt auch der Tod der in Haft ſitzenden Bürger
beſchloſſen geweſen— er unterließ das Urtheil zu vollziehen, obwohl
er ſie noch immer darum in feſter und enger Haft hielt, weil ſie gerade die unruhigſten Köpfe der Stadt waren. Rima war Claren in den Saal wieder eingezogen, und fanden zu ihrer
hoffen durfte, denn ihr Herz ſagte es ihr, er komme ni den Schweden.
Man hoffte auf der Schweden Ankunft, und dazu put man die triftigſten Gründe, in bürgerlicher wie in kirchlicher Hinſicht;
allein es war auch die Kunde von wilden Räubereien ihnen voran⸗ gegangen, nicht eben als ſonderliche Empfehlung. Manche Mutter
hullte ihr Kind mit den Verſen ein:
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wunderung das Ihrige unverletzt.— Clara ſah mit ſehnfuchtige Hoffen der Zeit entgegen, wo ſie den Geliebten wieder zu ſehen
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