weil
auf eine Vereinigung hoffen zu dürfen glaubte. Doch er empfahl des Sohnes Glück dem Herzen- und Schickſallenker, und erſt, als nach der langen Winternacht der Tag graute, ſuchten ſie des Lagers Ruhe und des Schlafes Erquickung.
VIII.
Mit einer anſehnlichen Heeresabtheilung zog Rheingraf Otto Ludwig nach der Moſel, und nahm eine feſte Stellung ein, da Kundſchafter ihm die geheime Nachricht gebracht, daß unter dem Obriſten Movillet zwei Regimenter Franzoſen, die bisher ſchrecklich auf dem Hunnsrücken gehauſt, ſich Veldenz bemächtigt hatten, nahe ſeien. Ein fürchterlicher Kampf entſpann ſich nun, der mit der gänzlichen Niederlage und Zerſprengung der Franzoſen endete. Ebenſo ſiegreich war Otto Ludwig gegen die Spanier, die er von Trarbach und aus der ganzen Moſelgegend vertrieb. Er rückte hierauf vor das hochliegende, von den Spaniern ſtark befeſtigte Kirchberg, und nahm es nach wenig Tagen mit Sturm. Sieg folgte ſeinen Schritten überall. Bald war der Hunnsrücken wie das Moſelland von dem Feinde befreit, und der evangeliſche Got⸗ tesdienſt hergeſtellt. Die vertriebenen Prediger kehrten zurück, und in dem Namen Königlicher Majeſtät zu Schweden ſetzte ſie Doctor Inſelius mit unausſprechlichem Hochgefühl in ihre Aemter wieder ein. Ueberhaupt war der Greis wie verjüngt, ſeit er die heimath⸗ liche Luft wieder athmete. Jugendmuth und Jugendfreude belebte ihn. Friedrich's Herz pochte ſtürmiſch der Rettung Bacharach's entgegen. Rheingraf Otto Ludwig hatte den Jüngling liebgewonnen, o ler in jedem Treffen wacker mitfocht, und dann ſich mit uner⸗ ideter Thätigkeit nach der Schlacht der Verwundeten annahm. Neue Hoffnung belebte die Herzen der Bürger Bacharach's, als die Nach hricht kam, wie nahe die Schweden ſeien, und wie der Sieg ihnen auf der Ferſe folgte. Bedrangle erfuhr's früher ſchon.
Ihm war's nicht heimlich bei der ſchwachen Beſatzung, die er hatte


