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iſt, daß es die Zwei mit einander haben, wie die Buben die Vogelsneſter?“
Als er eben dieſe Worte geredet, trat Fritz herein. Er war des Balthes naher Verwandter.
„Ei, Vetter,“ rief ihm der Balthes zu,„du ſiehſt ja drein wie geronnene Milch! Hat dich der Evemichel bei dem Mar⸗ grethchen ertappt?“— Er dachte: friſchweg kommſt du der Sache auf den Grund!
„Vetter, ſcherzt nicht,“ ſagte Fritz, aber er war roth geworden wie ein Mädchen.„Wie ſollt' der mich ertappen? Ich habe nichts mit dem Mädchen!“
„Es vielleicht mit dir,“ bemerkte ſpottend Balthes.„Das koſtet ein Geld.“
„Wie kommt Ihr zu ſolchen Reden?“ fragte Fritz ärgerlich.
„Der Andres ſagte eben, du wüßteſt, wie ein Kuß von ihren rothen Lippen ſchmeckte.“
„Der Eſel!“ rief zornig der Jüngling.„Wart', ich ſtopf' ihm ſein böſes Maul. Das iſt Grimm, weil das Mädchen dem Krakeeler abſchlug, mit ihm auf die Kerwe zu gehen!“
„Mit dir wär's wohl lieber gegangen?“ fragte liſtig Balthes.
„Wer weiß es?“ war Fritzen's Antwort.
„Ich!“ rief Balthes.
„So wißt Ihr mehr wie ich,“ verſetzte Fritz.
„Oder weniger!“ fiel ihm Balthes ſchnell ins Wort.„Vor⸗ geſtern Abend ſtand Einer bei dem Margrethchen am Hinterfenſter, der meinem Vetter Fritz glich, wie ein Haar dem andern auf meimem Kopfe, denn ſie ſind alle roth. Meinſt du, ich wäre blind, Bübchen?“ ſetzte er lachend hinzu,„brauchſt nicht roth zu werden, ich hab's gerade ſo gemacht. Gelt, Agnes? Und einen Kuß in Ehren kann Niemand wehren.“
Der Fritz ſtampfte mit dem Fuß auf.„Verdammt!“ rief er. „Ich kam zu früh.“.
„Glaub's auch,“ ſagte Balthes.„Alſo ſonſt kamſt du ſpäter? Aha, der Vogel ſitzt im Meiſenkarren, Agnes!“


