Teil eines Werkes 
4. Band (1851)
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Man verſieht ſich doch an Niemand mehr, wie an den Leuten! Um was handelte es ſich doch, als du dem Barthel den Arm entzwei ſchlugſt?“

„Der hat angefangen!“ rief Andres,„und es war auf m Konnkircher Markte, wo es, wie Ihr wißt, ſelten glatt abgeht*

„Ich meine,“ ſagte der Balthes,„er hätte ein Fenſter in ſeine Stube brechen wollen, das in Eure Pütz ging?“

„So war's auch,“ ſagte Andres;„aber es war doch kei Proceß!“

„Freilich,“ entgegnete Balthes,„du zahlteſt den Gregorins ¹) und die Salben in der Apothek, und ackerteſt ihm ſein Feld, weil er nicht konnte. Nun, das war nichts als ein Stopſen ins Maul! — Kroſtete aber viel!“

„Ob nun der fette Vergleich oder dort der magere Proceß mehr war, weiß ich nicht; das weiß ich aber, daß der Barthel des

Evemichel's Schwager iſt.“ „Himmel und Erde!“ rief Andres,„das wäre ſchlimm, wenn er noch dran dächte!“

„Kurze Gedanken und lange Bratwürſte ſind hübſche Sachen“ verſetzte der rothe Balthes,„aber ich glaub', der Evemichel hat beides lang.“

„Meint Ihr?“ fragte Andres.

„Was kann man meinen?“ war Balthes Antwort.„Wart's ab, ſagt der Jekuf.“ 4

Nicht ganz geheuer war's dem Andres, als er ging.„

Balthes ſagte zu ſeiner Frau:„Zwei Thaler und ein Thaler macht drei Thaler und noch zehn Groſchen. Das iſt ein guter Taglohn heute, Agnes, meinſt du nicht?“ 3

„Du haſt aber dem Andres den Kümmel gerieben!“ ſagte ſie.

„Das iſt ein frecher Bnb' und meint, er wäre überall Hahn im Korbe,“ ſagte der Balthes;„dem muß man ein bischen aufpochen. Weißt du, wem ich das Mädchen gönnte? dem Fritz! Ob es wahr

*) Chirurgus.