Teil eines Werkes 
4. Band (1851)
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Beide lachten laut auf; am Ende lachte Fritz mit.

„Weil's Euch denn bekannt iſt, will ich's nicht leugnen,“ ſagte er.„Ja, Vetter, wir haben uns lieb, und darum komm' ich, Euch um Euer Wort beim Evemichel zu bitten. Ich will's kurz machen.“

„Ach, du armer Fritz“ ſagte Balthes,„Du biſt der Dritte, der heute kommt und um das Mädchen will gefreit haben.“

Fritz erbleichte.„Wer iſt's denn geweſen?“ fragte er.

Balthes nannte ſie.„Alle Beide ſchwere Burſche,“ ſagte er. „So ſchwer wie du auch! Und der alte Evemichel hat auf deinen Vater einen alten Pick. Hält er den noch, dann ſteht's ſchlimm““

Fritz ſaß lange ſtill da und ſah in eine Ecke. Dann ſeufzte

er tief auf und Agnes meinte, es habe ſo feucht in ſeinen Augen⸗

winkeln geglänzt.

„Vetter,“ ſagte er,„Ihr ſeid mein nächſter Verwandter, habt ſtets wie ein Vater an mir gethan. Glaubt Ihr, daß ſie eines Andern Frau wird?“

„Kind, Kind,“ ſagte Balthes,„du vergißt, daß ich des Men⸗ ſchen Gedanken nicht kenne. Die ſind nur Gott bekannt. Aber geſetzt auch, es ſchlüge fehl, willſt du auf und davon gehen?“

„Ja,“ ſagte Fritz feſt;„dann capitulir' ich und werde Soldat.—

Mir kräht kein Hahn nach!“

„Aber ein Paar ſchöne Augen weinen dir nach,“ ſagte Agnes.

„Aber,“ entgegnete Fritz,„ein Paar ſchöne Augen ürſe mir dann nicht mehr lächeln!“

„Das iſt wahr,“ ſagte Agnes, die Baſe.„Es ſollte nin leid um Euch Beide thun. Balthes,“ wandte ſie ſich an dieſen:„Rede füß wie Honig und beweglich wie der Pfarrer, wenn er über den Jüngling von Nain predigt. Ein Menſchenherz iſt kein Wacken, ²) und dir iſt ſchon Manches gelungen.“

Balthes ſtrich durch die rothen Haare:„Könnt' ich euch

zuſammenbringen, ſo wollt' ich hüpfen vor Freude! Ich will Alles

*) Quarz.