Teil eines Werkes 
4. Band (1851)
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bekam,“— entgegnete der rothe Balthes und ſteckte ſchmunzelnd die zwei Thaler in die Taſche.

„Wer iſt denn deine Auserwählte?“

„Evemichel's Margreth!“ verſetzte Franz.

„Ei ſieh''mal da!“ rief Balthes.„Du biſt kein Narr und auch kein Eſel. Wenn ich meine Frau nicht hätte, gefiel die mir auch, denn ſie iſt die Krone der Mädchen weit und breit. Will ſehen, Franz, was ich mache, und glückt's, ſo ſoll mich's frenen

Damit wollte Franz ſich ſchieben, aber Balthes ſagte:„Komm' auf den Sonntag wieder, ſo ſollſt du hören, wie es ſteht.“ 5

Kun ging er mit freundlichem Adjes und empfahl noch die Sache mit den Worten:„Sparet keine Worte, Cumpeer, es auch weiter Euer Schaden nicht ſein.“

Als er draußen war, beſah Balthes die Thaler mit Lerguh und ſagte zu ſeiner Frau:„Das iſt verdient, Agnes,“ und ſie nickte lächelnd.

Gleich darauf geht die Thür auf und Kasper's Andres trat 6

herein, grüßte freundlich und meinte, es ſei ſchön Wetter heute „O ja,“ verſetzte der rothe Balthes und ſagte:„Setz' di, Andres. Du kommſt auch nicht um des ſchönen Wetters willen zu mir. Geb' acht, ich rath's?“ „Rathet einmal!“ ſagte lachend Andres. „Du haſt drüben zu F. ein Körbchen gekriegt, und nun ſu

ich wieder einen Henkel dazu machen!“

„O nein,“ verſetzte Andres.„Das kann ich ſelbſt. reiche und hübſche Frau ſollt Ihr mir verſchaffen. Den Korb könnt Ihr für Euch behalten.“

„Da hätt' ich was Rechts!“ rief der Balthes.

„Nun, wenn Ihr einen Korb wollt, ſo kauft Euch einen,

hier iſt ein Thaler!“ Damit drückte er ihm einen Fünffranken⸗

thaler in die Hand. Da will ich's verſuchen,“ ſprach lachend Balthes;„obwohl

der noch nicht recht ſchön wird.“